Erkelenz - Mehr Flüchtlinge in Erkelenz als im Vorjahr

Mehr Flüchtlinge in Erkelenz als im Vorjahr

Von: hewi
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Containerstandort Kückhoven: Diese Flüchtlingsunterkunft ist bereits bezogen, die Einrichtungen an der Feuerwache und im Gipco werden demnächst belegt.

Erkelenz. Am Ende dieses Jahres werden mehr neue Flüchtlinge in Erkelenz angekommen sein als 2015. Dies berichtete der Erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen auf der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses. Die Zahl der im Stadtgebiet lebenden Asylbewerber erhöht sich damit von 549 im vergangenen Jahr auf 626 sowie weitere 23 unbegleitete Minderjährige.

Nicht mehr ins Gewicht fallen die 150 Flüchtlinge, die im vergangenen Jahr im Rahmen der Amtshilfe in Lövenich untergebracht worden waren. Die dort angemieteten Wohncontainer konnten vereinbarungsgemäß geräumt werden, berichtete Gotzen. Die Betreuung von Flüchtlingen könne noch nicht „ad acta gelegt werden“, betonte er vor dem Ausschuss. Vielmehr sei das Thema so aktuell wie 2015, auch wenn es derzeit nicht mehr so präsent sei im öffentlichen Bewusstsein.

Dies bestätigten auch die Zahlen der Neuaufnahmen, die von 127 im Jahr 2014 auf 313 im laufenden Jahr angestiegen seien. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 379 Flüchtlinge aufgenommen. In diesem Jahr seien noch 140 Neuaufnahmen sowie zwölf unbegleitete Minderjährige bis zum Jahresende zu erwarten, führte Gotzen weiter aus. Mit dem Land habe man sich auf die Lösung geeinigt, dass die Neuaufnahmen sukzessive geschehen. Derzeit kommen 20 Asylsuchende pro Woche nach Erkelenz, so dass das Kontingent bis Jahresende erfüllt sein wird.

Vor diesem Hintergrund seien die Schaffung einer neuen Unterkunft in Neuhaus sowie die Errichtung der drei Containerstandorte für jeweils bis zu 80 Personen eine richtige Entscheidung gewesen, führte er weiter aus. Die Containeranlage in Kückhoven sei mittlerweile belegt, die beiden Anlagen an der Feuerwache in Erkelenz und im Gipco werden in nächster Zeit auch belegt.

Gotzen sprach den vielen ehrenamtlichen Helfern seinen Dank aus, die dazu beigetragen hatten, die Aufgaben zu bewältigen. „Wir können die Aufgaben nur bewältigen, wenn wir alle an einem Strang ziehen“, erklärte er.

Insgesamt wohnen 230 Flüchtlinge in städtischen Wohnheimen, 181 in selbst angemieteten Wohnungen und 93 in Wohnungen, die von der Stadt angemietet wurden. In stadteigenen Wohnungen sind derzeit 53 Asylbewerber untergebracht. Die Zahl der unbegleiteten Minderjährigen, die in Erkelenz betreut werden müssen, wird bis Jahresende auf 35 ansteigen.

Turnhalle ist geräumt

Wie es im kommenden Jahr aussieht, könne noch nicht gesagt werden, erklärte Gotzen. Daher habe die Stadt vorsorglich im Haushaltsentwurf für das kommende Jahr eine ähnliche Zahl wie in diesem Jahr zugrunde gelegt. Die Turnhalle in Gerderath, die zwischenzeitlich für die Unterbringung der Asylbewerber herangezogen werden musste, konnte Anfang Oktober wieder geräumt werden und befindet sich derzeit in der Renovierung. Ab Anfang 2017 werde sie wieder für den Vereinssport zur Verfügung stehen, betonte Gotzen.

Der Vorsitzende des Flüchtlingshilfsvereins W.i.E. regte an, die aktuellen Flüchtlingszahlen auf der Homepage der Stadt zu veröffentlichen. Dies würde zur Transparenz beitragen. Der Vorschlag wurde begrüßt und wird umgesetzt.

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