Erkelenz - Masterarbeit: Suche nach Erkelenzer Identität

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Masterarbeit: Suche nach Erkelenzer Identität

Von: Helmut Wichlatz
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Wie „ticken“ die Erkelenzer? Das will Eva-Maria Preß untersuchen. Foto: Wichlatz

Erkelenz. Was macht die regionale Identität in Erkelenz aus? Dieser Frage geht Eva-Maria Preß im Rahmen ihrer Masterarbeit im Bereich der Wirtschaftsgeografie am Geografischen Institut der RWTH Aachen nach. Unter dem Titel „Eine Region auf der Suche nach einer neuen Identität“ sucht sie Chancen und Potenziale für die Zeit nach dem Tagebau.

„Regionale Identität ist die Schnittmenge vieler individueller Identitäten und daher in ständigem Wandel begriffen“, erläutert sie den Ausgangspunkt ihrer Forschung. Nun geht es darum, die Potenziale der Region zu ermitteln und die Identität sowie ihren Wandel zu untersuchen. In einer Online-Befragung wird Preß nicht nur nach der „Erkelenzer Identität“ forschen. Vielmehr sollen auch Wünsche an die Zukunft der Region abgefragt und dokumentiert werden.

Zuerst wird jedoch untersucht, was für die Befragten zu Erkelenz gehört und wie verbunden sie ihrer Heimat sind. „Ein Indikator für die Heimatverbundenheit ist auch das Engagement in Vereinen, Parteien und Kirchengemeinden“, erläutert die junge Mutter, die seit rund fünf Jahren in Erkelenz wohnt.

Neben der persönlichen Identität gibt es auch eine sogenannte „räumliche Identität“, die jeder besitzt. Dem Thema Garzweiler wird in der Befragung eine eher untergeordnete Rolle zugeteilt. „Es geht ja nicht um die jetzigen Auswirkungen“, betont sie. Vielmehr stünden das Potenzial und die Chancen für die Region im Fokus. So berge auch der Restsee, der einmal als Hinterlassenschaft des Tagebaus übrig bleiben wird, das Potenzial zum Identitätswandel. „Etwas Vergleichbares hat es bisher noch nicht gegeben“, weiß sie.

Ziel ihrer Arbeit sei es auch, Aufschluss darüber zu geben, wie die Erkelenzer „ticken“ und welche Möglichkeiten sie ihrer Stadt geben, wenn der Tagebau einmal Geschichte ist. „Vielleicht ist ja sogar ein Identitätswandel gewünscht“, erklärt sie. Das werde sie jedoch erst wissen, wenn viele Erkelenzer an der Online-Befragung teilgenommen haben. Mit einem Flyer wirbt sie deshalb für die Umfrage. „Je mehr Leute mitmachen, umso konkreter werden die Ergebnisse“, betont Preß.

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