Maßarbeit für die Fußballparty: Public Viewing auf dem Marktplatz

Von: André Schaefer
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Bei der Anbringung der LED-Wand ist Feinarbeit gefragt: Ganze vier Wochen lang wird sie auf dem Heinsberger Marktplatz der zentrale Mittelpunkt vieler Fußballfans sein. Foto: André Schaefer
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Ohne Kran geht nichts: Stück für Stück wird das 23 Quadratmeter große und zwei Tonnen schwere Konstrukt zusammengebaut. Foto: André Schaefer

Heinsberg. Auf die Frage, wo er am Montagabend um 18 Uhr sein wird, muss Wolfgang Dieder nicht lange überlegen. „Natürlich auf dem Marktplatz“, sagt Heinsbergs Bürgermeister. Alleine wird er dort mit großer Sicherheit nicht sein. Denn auch in diesem Jahr bietet die Stadt beste Voraussetzungen für eine im Idealfall schwarz-rot-goldene Fußballparty.

Public Viewing ist das Stichwort: Zum vierten Mal in Folge stellt die Stadt Heinsberg eindrucksvoll unter Beweis, dass sie sich die Fußballfreundlichkeit auf die Fahne geschrieben hat. Pünktlich zum Start der diesjährigen WM in Brasilien gleicht der Marktplatz einem riesigen Fußball-Wohnzimmer, an dessen Kopf die knapp 23 Quadratmeter große LED-Leinwand zum gemeinsamen „Rudelgucken“ einlädt.

Ein echter Kraftakt

Bereits am Donnerstagabend strömten die ersten Freunde des runden Leders ins Zentrum der Innenstadt, um bei herrlichem Sommerwetter den Auftakt der Weltmeisterschaft zwischen Brasilien und Kroatien zu verfolgen. Für das erste Gruppenspiel der deutschen Mannschaft gegen Portugal rechnet die Stadt am Montagabend mit bis zu 4000 Besuchern.

„Ich denke, einen schöneren Platz als im Herzen der Stadt kann es zum gemeinsamen Fußballgucken nicht geben“, sagt Dieder. Finanziell ermöglicht haben das Massenspektakel die Heinsberger Volksbank und die Alliander Netz AG.

Bereits Mitte der Woche stand der wichtigste Kraftakt der Vorbereitungen auf dem Plan: die Installation der Leinwand. Ganze zwei Tonnen ist das aus Magdeburg stammende Konstrukt schwer, das mit Hilfe eines Krans fein säuberlich Stück für Stück zusammengebaut wurde. Keine Stunde dauerten die Montagearbeiten an, ehe bereits das erste Testbild auf der Leinwand erschien. In den kommenden vier Wochen wird die LED-Wand nahezu täglich zum Einsatz kommen.

Denn neben den Spielen der deutschen Nationalmannschaft werden auch alle anderen Gruppenspiele sowie alle Partien vom Achtelfinale bis zum Finale gezeigt. „Alle Spiele, die bis einschließlich 22 Uhr deutscher Zeit angepfiffen werden, können auf dem Marktplatz verfolgt werden“, sagt Hermann Rademächers, Public-Viewing-Beauftragter der Stadt.

Großen Ärger mit den Anwohnern ob der späten Anstoßzeiten fürchten die Verantwortlichen unterdessen nicht. Streng genommen gibt es dazu auch gar keinen Grund. Schließlich hat der Bundesrat erst kürzlich eine Lockerung der Lärmschutzregelungen beschlossen. „Wir sehen den späten Anstoßzeiten gelassen entgegen. Die Heinsberger Bürger sind bei solch großen Turnieren gerne im Fußball-Fieber“, sagt der Bürgermeister.

Einlasskontrollen

Ganz ohne Einschränkungen wird es den grenzenlosen Jubel auf dem Marktplatz dann aber doch nicht geben. Der Eintritt ist frei, Einlasskontrollen werden dennoch stattfinden. Polizei und Ordnungsamt werden genauestens darauf achten, dass Glasflaschen und sämtliche bengalischen Feuer außen vor bleiben. „Wir wollen wie schon in den Vorjahren ein friedliches Fußballfest“, sagt Dieder.

Ein Auftaktsieg von Schweinsteiger, Götze und Co. wäre für dieses Vorhaben sicher ein echter Volltreffer.

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