Martin König „beerbt“ Klaus Roosen

Von: sie
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Wechsel an der Spitze des EVV: Anja Görlich überreichte dem scheidenden EVV-Vorsitzenden Klaus Roosen ein Trikot. Martin König (M.) ist Roosens Nachfolger. Foto: Royal

Erkelenz. Der große Moment bei der Jahreshauptversammlung des Erkelenzer Volleyball-Vereins (EVV) wurde ohne große Emotionen vollzogen. Klaus Roosen, der den Verein 2000 mit ins Leben gerufen hatte und seitdem auch sein „Motor“ war, kandidierte nicht mehr als erster Vorsitzender. Der Verein habe sich einen guten Namen gemacht, registrierte Roosen.

Das Motto sei immer gewesen „Kinder in die Zukunft“. Er mahnte, dass sich mehr Personen im Verein engagieren müssen. Dass er auch als Ehrenvorsitzender und Ehrenmitglied des Vorstandes – dazu ernannten ihn die 40 Mitglieder bei der Versammlung – um das Wohl des Vereins bemüht ist, wurde an dem langen Abend noch deutlich. „Klaus Roosen hat die Grundlage gelegt; was er geleistet hat, ist eine großartige Sache“, würdigte Cheftrainer Bogdan Chudzik. Anja Görlich überreichte dem scheidenden Vorsitzenden ein Trikot mit der Aufschrift „Mr. EVV“.

Arbeitspensum nicht leistbar

Die Nachfolge von Roosen trat der bisherige zweite Vorsitzende Martin König an. Er schränkte vor seiner Wahl ein, dass er das Arbeitspensum von Klaus Roosen für den Verein nicht leisten kann. „Wer mich wählt, wählt auch eine breitere Lastenverteilung mit“, sagte er. Die Aufgaben im Vorstand sollen auf mehrere Schultern verteilt werden. Zwei Kandidaten bewarben sich um das Amt des zweiten Vorsitzenden. In geheimer Wahl setzte sich Margrit Krohn mit 32:11 Stimmen gegen Guido Roosen durch. Geheim gewählt werden musste auch bei den Beisitzern. Rainald Rambo (34), Ulrike Sturm (31) und Silke Bock (22) setzten sich gegen drei Mitbewerber durch.

„Auch im 14. Jahr hat der Verein den Weg der Jugendarbeit fortgesetzt“, sagte Roosen in seinem Rückblick. 184 Mitglieder gehören dem EVV an, davon sind 104 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 und 18 Jahren. 14 Mannschaften, darunter neun Jugendteams, sind aktiv. Sportliche Erfolge hatte es einige gegeben. Im elften Jahr hatte der Verein Talentsichtung in den Grundschulen betrieben. „Die Handschrift von Cheftrainer Bogdan Chudzik ist in den zehn Jahren deutlich zu erkennen“, lobte er die Arbeit. Man habe den Bau der Beach-Anlage umgesetzt, ohne die Mitglieder zu belasten.

Finanziell drückt den Verein der Schuh. Trotz fünf erfolgreicher Veranstaltungen im vergangenen Jahr gab es ein kleines Minus in der Kasse. Die Ausbildung der Jugendlichen, die der Verein auf hohem Niveau betreibt, kostet auch viel. „Wir leben etwas über unsere Verhältnisse und müssen Deckungslücken über Veranstaltungen schließen“, sagte Rainald Rambo. So drehte sich auch in den Wortbeiträgen der Mitglieder vieles darum, wie man zusätzliches Geld hereinholt.

Die Beach-Anlage wurde dabei als eine Möglichkeit angesehen. Dort wird am 5. und 6. Juni auch das Beach-Soccer-Turnier der NEW ausgetragen. Beim EVV rechnet man damit, dass 30 bis 40 Helfer an beiden Tagen benötigt werden. Wenn sich eine hohe Finanzierungslücke ergebe, müsse man in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung über eine Umlage entscheiden, meinte Klaus Roosen in einem Antrag, den er mit „Beschäftigung des Trainers im vierten Quartal“ überschrieben hatte.

Vorschlag erarbeiten

Bei Arbeiten und Veranstaltungen braucht man mehr Unterstützung. So wurde beantragt, Sozialstunden für alle Mitglieder einzuführen. Die Versammlung beauftragte den Vorstand, dazu einen Vorschlag zu erarbeiten und die satzungsgemäße Verankerung zu überprüfen.

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