Markus Krebs: Perfekter Comedy-Abend

Von: Anna Petra Thomas
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Markus Krebs alias Manni, der Rocker auf der Bühne der Kempener Bürgerhalle. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Kempen. Eigentlich wollte Markus Krebs beim Comedy-Abend in der Kempener Bürgerhalle auf der Bühne gerne Publikum um sich herum haben. Eigentlich kein Problem, weil die Halle mit weit mehr als 300 Besuchern sowieso völlig ausverkauft war.

Mitten im ersten Teil des Programms gab es jedoch Probleme mit der Beschallung. Kurzerhand zogen diese Gäste dann noch vor die Bühne um, wo es dann ganz kuschelig eng wurde. Das tat der guten Laune von Comedian und Gästen jedoch überhaupt keinen Abbruch, eher im Gegenteil. Von der ersten Sekunde an war die Stimmung beim zehnten gemeinsamen Comedy-Abend von Karnevalsgesellschaft Kemper Gröne und St. Katharina-St. Josef-Schützenbruderschaft Rurkempen perfekt.

„Einfach nur Spaß“

„Hocker Rocker live“ hieß das Programm, das Gröne-Präsident Guido Peters ankündigte. „Er will keine Botschaft vermitteln, keine Menschen verbessern, sondern einfach nur Spaß“, erklärte Peters und kündigte ihn dann Krebs dann an als „Manni, der Rocker.“ Da kam Krebs schon selbst herzlich lachend auf die Bühne. Ja, im Karneval sei er schon mal so angekündigt worden. „Aber bei einem Soloauftritt ist das eine Premiere.“ Dann legte er los, ein Witz nach dem anderen strapazierte die Lachmuskeln der Zuschauer so sehr, dass einige schon nach wenigen Minuten zum ersten Mal zu einem Taschentuch griffen, um ihre Lachtränen zu trocknen.

Quasi ohne Punkt und Komma reihte Krebs einen Witz an den anderen. Zudem gelang es ihm schon mit ganz kurzen, selbst gespielten Dialogen und ganz einfachen Wortspielen, seine Zuhörer zum Lachen zu bringen. Ein Beispiel: „Wie heißen die Gebäude, die geschützt werden müssen?“ „Denkmal.“ „Mach ich, aber ich komm nicht drauf.“ „Es wird gleich ruhiger“, versprach er nach den ersten zehn Minuten, was dann natürlich auch schon wieder für Heiterkeit im Saal sorgte. Nach einer Dreiviertelstunde lachte er selbst herzlich mit, erzählte von einem Ausflug auf die Reeperbahn, von einem tätowierten Hähnchen auf dem Oberarm und dem Teller für die Knochen gleich darunter, oder von seinen Camping-Erfahrungen.

Nicht einmal an den Aachener Printen ging seine Wortspielerei vorbei. Beispiel aus einem berühmten Fernseh-Quiz: „Woher kommen die Printen? Aachen, Bbchen, Ccchen oder Ddchen.“ „Ddchen.“ „Warum?“ „D wie drucken, wie print(en).“ Zum Schluss präsentierte Krebs seine fünf Lieblingswitze, gefolgt von den besten Witzen, die ihm das Publikum in der Pause aufgeschrieben hatte. Spaß hatte Krebs da an der Aussprache von so manchen Wohnort der Region. Beispiel: „Myhl“, von Krebs ausgesprochen wie „Mühl. Dat is polnisch!“ Da war er sich ganz sicher. Das Publikum war sich am Ende mit tosendem Applaus sicher, dass es Krebs in Kempen wiedersehen will mit seinem neuen Programm, in dem er auch das Thema Nachbarschaft beleuchten wird, wie er verriet.

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