Mark und Pfennig für die Arbeit des Erkelenzer Hospizes

Von: hewi
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Großes Engagement für die Arbeit des Hospizes: (v.l.) Thomas Pennartz, Wolfgang Salz und Ulrike Clahsen. Foto: Koenigs/Stefan Klassen

Erkelenz. „Haste mal ‘ne Mark?“ Vor allem, wenn es für einen guten Zweck ist, spendet man doch gerne. Bis Ende des Jahres kann man seine alten D-Mark-Bestände nun zugunsten des Erkelenzer Hospizes spenden. In Kooperation mit der Kreissparkasse sind Wolfgang Salz und Ulrike Clahsen hinter jedem Pfennig der guten alten Mark er, der sich noch irgendwo in den Tiefen der Schubladen oder Zuckerdosen befindet.

Nach offiziellen Schätzungen sind noch Milliardenbeträge der alten Mark in Deutschland zu finden. Und die kann man jetzt zugunsten des Hospizes bei den Filialen der Kreissparkasse oder bei allen Einrichtungen der Hermann-Josef-Stiftung abgeben. Denn das Hospiz muss satzungsgemäß jedes Jahr zehn Prozent seines Kostenbedarfs durch Spenden decken. Und dies fällt nicht immer leicht, wie die Hospizleiterin Ulrike Clahsen weiß. „Mit dem Spendenaufkommen decken wir den Ist-Zustand“, betonte sie bei der Vorstellung der neuen Aktion. „Doch die Arbeit des Hospizes hat sich verändert und stellt deshalb auch andere Anforderungen.“

Denn Hospizarbeit ist nicht die reine Sterbebegleitung, wie man oft annimmt. Vielmehr verstehen Clahsen und ihre Kollegen ihre Arbeit als „Lebensbegleitung in schwierigen Lebensphasen“ oder klassisch in der Bedeutung der Wortbedeutung als „Herberge für Menschen in Not“. In den 14 Jahres seines Bestehens hat das Hospiz in Erkelenz rund 1600 Menschen aufgenommen und betreut. Vor einigen Tagen wurden auch drei Obdachlose aufgenommen, die sonst keine Unterkunft bekommen hätten. „Unsere Arbeit ist weit über die medizinische Betreuung hinausgewachsen“, betonte Clahsen. Und diese Arbeit muss finanziert werden.

Dem Verwaltungsdirektor des Hermann-Josef-Krankenhauses, Wolfgang Salz, kam die Idee zu der Aktion, als er in der Schublade ein paar alte Münzen fand. In Sparkassenvorstand Thomas Pennartz fand er einen Unterstützer für seinen Spendenaufruf „Eine Mark für das Hospiz“. Die Arbeit des Hospizes sei kreisweit von besonderer Bedeutung, betonte Pennartz. In der Kreissparkasse habe das Hospiz schon seit Jahren einen aktiven Unterstützer. Daher sei klar, dass die Sparkasse auch bei dieser Aktion helfen werde. Bis zum Ende des Jahres stehen deshalb Dispender mit Umschlägen für die Restbestände in allen Filialen bereit, die dort auch abgegeben werden können. „Dabei sind natürlich nicht nur Münzen willkommen“, erklärte Pennartz, denn Scheine machen viel weniger Arbeit. Er selbst steuerte vor Ort gleich 1,40 Mark in kleinen Münzen bei, die seit Jahren ein Schattendasein in seiner Schreibtischschublade geführt hatten. „Neben der Mark sind natürlich auch andere alte Währungen und der Euro willkommen.“

Für ihre Kunden bietet die Kreissparkasse seit der Währungsumstellung die Möglichkeit, unentgeltlich DM-Scheine in Euro umzutauschen. Bereits kurz nach der Währungsumstellung hatten die Sparkasse und das Hospiz bei der Aktion „Schlafmünzen“ rund drei Tonnen Münzen und vier Kilo Papiergeld an ausländischen Währungen aus 80 Ländern für die Unterstützung der Arbeit des Hospizes zusammenbekommen. Das Geld kam wie bei allen Spenden an das Hospiz den Bewohnern direkt zugute. „Jeder auch noch so kleine Betrag hilft dem Hospiz, den Bewohnern ihren letzten Lebensweg so angenehm und lebenswert wie möglich zu gestalten“, so Clahsen.

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