Maria Hilf: Neue allgemeinpsychiatrische Tagesklinik nimmt Betrieb auf

Von: red
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Das aktuelle Team der Tagesklinik in Heinsberg: Harald Görtz, Fachkrankenpfleger in der Psychiatrie, Stefanie Jansen-Meth, Sekretärin, Beate Baltes, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, und Beate Schaps, Krankenschwester.

Heinsberg. In diesen Tagen nahm die neue allgemeinpsychiatrische Tagesklinik des Krankenhauses Maria Hilf, Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Kreis Heinsberg, ihren Betrieb auf.

An der Genneper Straße 2 in Heinsberg stehen nun psychisch erkrankten Menschen auf rund 700 Quadratmetern 15 teilstätionäre Plätze sowie ambulante Versorgungsangebote zur Verfügung.

Die Behandlung in der Heinsberger Tagesklinik des Krankenhaus Maria Hilf richtet sich an Menschen ab dem achtzehnten Lebensjahr, die beispielsweise an Depressionen, Ängsten und Angstzuständen, Zwangserkrankungen oder Persönlichkeitsstörungen leiden. Auch seelische Krisen in Zusammenhang mit Konflikten, Verlusten, Unfällen oder schweren körperlichen Erkrankungen sowie Belastungs- und Erschöpfungszuständen können hier behandelt werden.

„Die Tagesklinik ermöglicht eine klinische Behandlung ohne Krankenhausaufenthalt“, sagt Beate Baltes, leitende Ärztin der Tagesklinik. „Wir bieten den Patienten Hilfen, wenn eine ambulante Behandlung nicht ausreicht, eine Anschlussbehandlung nach einem stationären Klinikaufenthalt notwendig ist oder eine vollstationäre Behandlung vermieden werden soll.“

Die Patienten sind an Werktagen in der Zeit von 8 bis 16 Uhr in der Tagesklinik und verbringen die übrige Zeit in ihrer gewohnten Umgebung zuhause. „So wird eine intensive Behandlung bei weitgehendem Erhalt des Lebensalltages und der sozialen Einbindung möglich, wobei die individuelle Lebenssituation der Patienten in die Therapie miteinbezogen wird“, erklärt Simeon Matentzoglu, Chefarzt und ärztlicher Direktor des Fachkrankenhauses. „Das therapeutische Milieu der Tagesklinik bietet unseren Patienten die Möglichkeit, erste Schritte der Veränderung in einem unterstützenden Umfeld zu erproben.“

Die Therapie in der allgemeinpsychiatrischen Tagesklinik setzt sich als kombinierte Behandlung aus einem breiten Angebot zusammen. Neben einer ärztlich-psychiatrischen Diagnostik erfolgt eine medikamentöse Behandlung. Die Patienten erhalten zum Beispiel Ohr-Akupunktur, Musik-, Sport- und Entspannungstherapie. Dazu kommt eine psychotherapeutische Einzel- und Gruppenbehandlung, gegebenenfalls auch eine Paar- und Familientherapie.

Eine Beratung durch den Sozialdienst sowie eine Alltagsbegleitung und Vorbereitung auf den beruflichen Ein- oder Wiedereinstieg runden das therapeutische Angebot ab. Die Behandlungsdauer liegt in der Regel bei sechs bis acht Wochen. „Die Tagesklinik in Heinsberg ist neben einer allgemeinpsychiatrischen Tagesklinik in Gangelt und einer gerontopsychiatrischen Tagesklinik in Erkelenz unsere dritte Tagesklinik“, sagt Dieter Erfurth, Geschäftsführer der Maria Hilf NRW gGmbH, zu der das Fachkrankenhaus gehört. „Ende Juni wollen wir unsere neue Tagesklinik bei hoffentlich gutem Wetter offiziell einweihen.“

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