Mandolinenorchester: Klassiker und bislang verborgene Stücke

Von: agsb
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Das Mandolinenorchester Karken präsentierte in der Pfarrkirche St. Georg ein sehr anspruchsvolles Konzert. Die Musiker intonierten die Stücke mit großer Leidenschaft. Foto: agsb

Wassenberg. Die Freunde der Mandolinenmusik konnten sich erneut von einem spielstarken Orchester aus Karken überzeugen: Das Mandolinenorchester Karken spielte unter der Leitung von Renate Reich sein traditionsreiches „Konzert an der Krippe“ in der Wassenberger Pfarrkirche St. Georg. Tina Schluns und Nadine Turobin führten durch das Programm.

Fast schon zum Orchester zählt Gesangssolistin Sabrina Simons, wie schon bei vergangenen Konzerten präsentierte sie ihre gesangliche Klasse. Das Orchester startete mit einem Werk von Konrad Wölki, einem der führenden Zupfmusikexperten und Volksmusikpädagogen des 20. Jahrhunderts. Diesmal führte die musikalische Reise durch sieben Länder – sehr eindrucksvoll wurde die „Europäische Suite“ präsentiert.

Das Orchester zeigte sehr zur Freude der Dirigentin Renate Reich Spielfreude und Leidenschaft, da warf die „Chefin“ auch mal ein lächelndes Augenzwinkern in Richtung der Musiker. Die Eifelerin Marga Wilden-Hüsgen entdeckte bei Nachforschungen einige unbekannte und fast vergessene Originalwerke für Zupfinstrumente. Sie bearbeitete unter anderen das Werk „Sonata IV“ von Giuseppe Sammertini.

Das Stück wurde beim Konzert aufgeführt. Die Zuhörer in der sehr gut besuchten Pfarrkirche hatten ihre Freude an dem Werk. Ihren ersten Auftritt hatte Gesangssolistin Sabrina Simons in „Mille Colombes“ von Eddy Marnay und Christian Bruhn. Die unvergessene Mireille Mathieu sang einst dieses Lied. An diesem Punkt kam beim Konzert das erste Mal Gänsehautstimmung auf. Sabrina Simons sang das Chanson sehr gefühlsvoll.

Die Gitarristen waren gefordert im klassischen Werk „Recuerdos de la Alhambra“ von Francisco Tarrega. Dieses Stück gilt unter vielen Gitarrenspielern als die „Königin der Gitarrenstücke“. Auch durch die mitwirkenden Musiker mit ihren Zupfinstrumenten erhielt dieses Stück einen besonderen Klang.

Die Zuhörer waren begeistert und sollten danach noch mehr ins Schwärmen geraten. Sabrina Simons sang „Time to say goodbye“, und fesselte damit alle Zuhörer in der Pfarrkirche.

Aber das Orchester sagte noch lange nicht „goodbye“ – also auf Wiedersehen. Die Musiker meisterten scheinbar spielend selbst hohe Schwierigkeitsgrade und starteten zur Reise um die Welt. Die folgenden Stücke wie „Le Campane de San Lucio“ von Giovanni Sartori oder „Cantique de Noél“ von Adolphe Adam beflügelten das Orchester. Die Leidenschaft steigerte sich.

Es gab viele Höhepunkte, wobei das „Ave Maria no morro“ von Herivelto Martins gesungen von Sabrina Simons herausstach. Am liebsten hätten die Musikfreunde bei ihrem großen Applaus „bellissimo“ gerufen.

Nach „Poéme“ von Zdenko Fibich folgten weitere Stücke voller Leidenschaft. „Weihnachten bin ich zu Haus“ von Daddy Monrou sang Sabrina Simons, Orchester und Solisten harmonierten bestens wie auch im Stück „...denn es ist Weihnachtszeit“.

Zu Abschluss spielte das Orchester noch klassische Weihnachtsstücke: „O du Fröhliche“ und „Stille Nacht“.

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