Kreis Heinsberg - Maiveranstaltung: DGB setzt auf Dialog mit den Abgeordneten

Maiveranstaltung: DGB setzt auf Dialog mit den Abgeordneten

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Wie in den vergangenen drei Jahren hat der DGB-Kreisverband Heinsberg als Schauplatz seiner Maiveranstaltung Schacht 3 in Hückelhoven ausgewählt. Da gab es kein langes Überlegen: „Da sind wir zu Hause“, erklärt DGB-Kreisvorsitzender Willi Klaßen.

Dieser Standort stehe einfach in enger Verbindung zu den Themen Gewerkschaft und Arbeit. „Der DGB im Dialog mit unseren Abgeordneten“: So lautet die Devise am Donnerstag, 1. Mai, ab 15 Uhr in der ehemaligen Zechenstadt.

Zunächst wird der Hückelhovener Bürgermeister Bernd Jansen (CDU) das Grußwort sprechen. Danach moderiert dann Karl Panitz, Gewerkschaftssekretär der DGB-Region NRW Süd-West, die Gesprächsrunde mit den beiden Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers (CDU) und Norbert Spinrath (SPD). Damit knüpft der DGB an die beiden Diskussionen an, bei denen im vergangenen Jahr die Bundestagskandidaten in Hückelhoven und in Geilenkirchen Rede und Antwort gestanden hatten. „Das ist praktisch eine Fortsetzung der Veranstaltungen aus dem Wahljahr, reduziert jetzt auf die ,GroKo‘“, sagt Jürgen Seidler, der stellvertretende Kreisvorsitzende. Denn immerhin habe der Kreis Heinsberg ja Abgeordnete von CDU und SPD im Parlament, also aus beiden Regierungsfraktionen. „Wir möchten sie jetzt fragen, was sie getan haben, was sie von dem, was sie versprochen haben, halten“, so Panitz. Da werde der Koalitionsvertrag natürlich zur Sprache kommen.

Mindestlohn, Rente und „Soziales Europa“ sind Themen, die Karl Panitz mit den Kandidaten erörtern will. Aber auch um „Gute Arbeit“ soll es im Jahr der Betriebsratswahlen gehen. Und beim Thema Mindestlohn sehen die DGB-Vertreter durchaus lokale Anknüpfungspunkte, wie sie unter Hinweis auf die Turbulenzen beim Glasfaserausbau im Kreis Heinsberg, aber auch mit Blick auf Erntehelfer und Kräfte in der Gastronomie feststellen. Und laut Panitz ist beim Thema Mindestlohn klar: „Wir wollen gar keine Ausnahmen.“

Der DGB steht im Kreis Heinsberg nach Angaben seiner Führungsspitze letztlich für rund 15.000 Mitglieder in den Einzelgewerkschaften. Die Mobilisierung der Gewerkschaftsmitglieder, beispielsweise zu einer solchen Maiveranstaltung, sei schwer, dies gelte vor allem, je besser die wirtschaftliche Lage sei. Andererseits würden viele Betroffene resignieren, verwiesen Klaßen, Seidler und Panitz auf die geringe Wahlbeteiligung unter Hartz-IV-Empfängern. Alles in allem sei leider festzustellen: „Die Mehrheit ist schwer zu mobilisieren.“

Der DGB hat sich für dieses Jahr insbesondere das Thema Inklusion auf seine Agenda geschrieben. Und die Jugendarbeit soll verstärkt werden. Denn für den Kreisvorsitzenden Willi Klaßen steht fest: „Die Gewerkschaften brauchen auch den Nachwuchs!“

Bergkapelle und Förderverein

Doch zunächst einmal wird also am 1. Mai diskutiert und gefeiert. Für den Dialog mit den Abgeordneten gilt laut DGB: „Fragen aus dem Publikum sind herzlich willkommen!“ Aber es soll an diesem Tag natürlich nicht nur bei Worten bleiben: Für die musikalische Begleitung sorgt wieder die Bergkapelle Sophia-Jacoba. Und für das leibliche Wohl der Gäste sorgt der Förderverein Schacht 3.

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