Magie am Instrument: Ukrainische Virtuosen beim Kirchenkonzert

Von: anna
Letzte Aktualisierung:
7454835.jpg
Anton Govorun mit seiner Violine und Artem Kanke am Klavier begeisterten. Foto: anna

Heinsberg-Randerath. Die beiden Ukrainer, die Pfarrerin Beate Dickmann zum zweiten Kammerkonzert im Rahmen der Randerather Kirchenkonzerte in der evangelischen Kirche begrüßte, entpuppten sich als Virtuosen ihres Fachs: der Pianist Artem Kanke und der Violinist Anton Govorun.

Kanke, der in Kiew und Aachen studiert hat, ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe. Gleiches gilt für Govorun, der derzeit noch in Aachen studiert, parallel aber nicht nur als Solist sondern auch in Orchestern wie zum Beispiel dem Rundfunkorchester des WDR aktiv ist.

„Salut D‘ Amour“ hatten die beiden ihr Programm für Randerath überschrieben, dass sicherlich mehr Zuhörer als die spärlich besetzten Kirchenbänke verdient gehabt hätte. Denn schon in ihrem ersten Stück zeigten die beiden die Virtuosität, mit der sie ihre Instrumente beherrschen, eindrucksvoll. In der Sonate e-moll KV 304 von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791), die im Sommer 1778 in Paris entstanden ist, hatten sie dazu auch beide Gelegenheit, da diese Sonate einen gleichberechtigten Dialog zwischen Streich- und Tasteninstrument ermöglicht. Dem eher melancholischen Grundton des ersten Satzes folgte ein frühromantischer Zauber im Finale.

Es folgte mit dem Poème, Op. 25 von Ernest Chausson (1855 bis 1899) eines der bekanntesten romantischen Werke für Violine und Orchester. Kanke und Govorun verdeutlichten in ihrer Aufführung die für Chausson typische, eher melancholische Grundstimmung und die Vorliebe für wie ausgesponnene Melodiebögen.

Als Solist präsentierte dann Govorun die Paganiniana-Variationen seines Landsmanns Nathan Milstein (1903 bis 1992). Diese zählen zweifelsohne zu den anspruchsvollsten Werken der Geigenliteratur. Einfach virtuos, wie Govorun sie dem zwar kleinen, aber nicht minder beeindruckten und zugleich begeisterten Publikum darbot.

Den Abschluss des Konzerts bestritt der Violinist wieder gemeinsam mit dem Pianisten Kanke und der viersätzigen Sonate No. 3 in d-moll, Op. 108 von Johannes Brahms (1833-1897), die heute in Konzertsälen die beliebteste seiner drei Violinsonaten ist und in der dann Kankes Klavierpart dominierte. Ohne eine Zugabe mit einem Satz aus dieser Sonate entließ das begeisterte Publikum die beiden nicht von der „Kirchenbühne“.

Drittes Kammerkonzert am 27. April „con fuoco“ ist das dritte Kammerkonzert unter künstlerischen Leitung von Florian Koltun überschrieben, zu dem die evangelische Kirche in Randerath am Sonntag, 27. April, um 17 Uhr einlädt. Vendim Thaqi wird dann Gitarrenmusik aus Südamerika und aus Europa präsentieren.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert