Wassenberg - Märchen mit Comedy und Slapstick

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Märchen mit Comedy und Slapstick

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Ein Märchen mit viel Witz: Die Schüler der Betty-Reis-Gesamtschule führen ein Theaterstück auf Englisch auf. Das überzeugt das Publikum.

Wassenberg. Was könnte das Märchenherz mehr begehren: Hexen, Feen, Prinzessinnen, sprechende Wölfe und einen schlafenden Prinzen. Und das Besondere: Alles auf Englisch. Mit einer Aufführung verabschiedete sich Anna Scadden von der Betty-Reis-Gesamtschule.

Mit Beginn des Schuljahres war die junge Neuseeländerin vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD) nach Wassenberg vermittelt worden und bereicherte als Fremdsprachenassistentin den Englisch-Unterricht.

Viele lobende Worte fand Martina Heintz, die als Fachvorsitzende den Einsatz koordinierte. „Sie hat uns Lehrer im Unterricht mit hoher sprachlicher und fachlicher Kompetenz unterstützt. Zusätzlich stand sie für unsere Schüler außerhalb des Fachunterrichts immer als freundliche Ansprechpartnerin und als native speaker zur Verfügung.“ Als Höhepunkt lässt sich aber ihr Theaterprojekt bezeichnen.

Schülerin Katharina Loogen: „Zwei Wochen vor den Osterferien haben wir mit den Proben begonnen, zuletzt fast jeden Tag und immer erst nach dem Unterricht.“ Wie andere 15 Schüler der Jahrgangsstufen 10 bis 13 ließ sie sich von Anna Scaddens Begeisterung für das Theater anstecken und hat es nicht bereut, so viel Zeit in das Lernen des englischen Textes und die zahlreichen Probentage investiert zu haben. „So ganz nebenbei haben wir dabei auch unser Englisch anwenden und verbessern können“, erklärte sie einen zusätzlichen Vorteil, denn nicht nur das Stück, sondern auch die Proben waren in englischer Sprache gehalten. Anton Borchers: „Wir hatten so viel Spaß und haben die Zeit richtig genossen, Anna hat uns immer wieder inspiriert!“

Auch Anna Scadden selbst war stolz auf das Geleistete und fand großes Lob für ihre Schützlinge: „Die zusätzliche Belastung durch die Probenzeit und die heutige Aufführung stellten kein Problem dar.“ Zentrale Prüfungen im 10. Schuljahr, Klausurvorbereitungen und sogar eine mündliche Abiturprüfung waren keine Gründe, eine Probe ausfallen zu lassen.

Die Aufführung von „Holka Polka“ konnte wie geplant stattfinden, auch da die Neuseeländerin für einen kurzfristig erkrankten Schüler einspringen und die wichtige Rolle des Wolfes übernehmen konnte. „Wir haben das Märchenstück ausgewählt, weil es ohne Kulissen auskommt und aufgrund der vielen Comedy- und Slapstick-Einlagen schöne schauspielerische Elemente enthält.“

Feen, Hexen und ein Prinz

Das Konzept überzeugte voll – das Publikum verfolgte mit großer Aufmerksamkeit die Handlung und wurde bestens unterhalten. Im Mittelpunkt stand der schlafende Prinz. Feen und Hexen stritten darum, wer ihn so „verzaubert“ hatte. Die Suche nach dem Übeltäter und die Frage nach dem richtigen „Gegenmittel“ sorgten für turbulente Verwicklungen.

Das Publikum rätselte mit und erfuhr am Ende: Auch Feen können böse sein. Schulleiterin Dr. Karin Hilgers bedankte sich am Ende der Aufführung – natürlich auf Englisch – bei allen Beteiligten und stellte Anna Scaddens Rolle heraus. Sie habe erstmals dafür gesorgt, dass an der Schule ein ganzes englisches Stück von Schüler aufgeführt wurde.

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