Wassenberg - Luxus-Camping am Effelder Waldsee

Luxus-Camping am Effelder Waldsee

Von: Verena Müller
Letzte Aktualisierung:
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So soll es künftig am Effelder Waldsee aussehen: Der Badebereich wird vergrößert und mit Attraktionen – wie bei einem Abenteuerspielplatz – bestückt. Die Größe des Campingplatzes bleibt. Grafik: H&S

Wassenberg. Ein Ort, an dem seine liebsten Freizeitsportarten vereint sind, das ist schon lange der Traum von Henry Maessen. Klettern und alles rund ums Wasser, vor allem Tauchen, das schwebte ihm vor. Zusammen mit Maurice Bonné, ebenfalls begeisterter Freizeitsportler und zweiter Investor, kann Henry Maessen dies nun am Effelder Waldsee realisieren. Gestern haben die beiden Niederländer im Rathaus Wassenberg ihre Pläne im Detail vorgestellt.

Der Campingplatz soll Vier-Sterne-Niveau erhalten. Dazu werden alle Wege, Standplätze, Leitungen (inklusive Internet), sanitäre Anlagen und der Eingangsbereich erneuert. Diese Arbeiten sollen schon zum 1. Mai abgeschlossen sein, damit die 50 Dauercamper, die Interesse bekundet haben, auch zügig zurückkommen können. 1100 Euro soll laut Maessen die Stellplatzmiete pro Jahr künftig kosten. Und: „Je höher die Attraktivität des Platzes, desto höher werden auch die Preise.“ Zwei neue Parkplätze sind geplant, damit die Anlage autofrei bleibt, und statt Schachbrettmuster sind die Wege geschwungener vorgesehen.

Auch der Badebereich soll schon in diesem Jahr wieder genutzt werden können, allerdings noch nicht in der endgültigen, erweiterten Fassung. Beachclub, Slagline, Sportstrecke, Boote, Kletterwand, Hydrospeedschanze, Unter-Wasser-Abenteuer, Beachvolleyball, Trampoline, ... „wir haben noch mehr Ideen, aber das ist mehr etwas für die Zukunft“, so Maessen. Das Ufer solle ansprechender, organischer und flacher gestaltet werden, auch, um es für Kinder sicherer zu machen. Und gegebenenfalls müsse der See an Stellen vertieft werden, wo etwa eine Rutsche geplant ist.

Was davon umgesetzt wird, hängt letztlich von den zuständigen Behörden ab. „Das ist noch durch die Bauleitplanung zu regeln“, betonte der Fachbereichsleiter für Bauen, Norbert Sendke. Erst im nächsten Jahr werden diese Ideen also konkreter.

Die Investitionen sind auf vier Jahre verteilt: 1,8 Millionen Euro fürs erste Jahr, jeweils 800.000 Euro für die beiden darauffolgenden Jahre und 1,2 Millionen Euro fürs vierte Jahr haben Maessen und Bonné veranschlagt. Zum Teil aus Rücklagen, zum Teil über einen Kredit wollen sie diese Summen stemmen. Die Stadt ist an den Kosten nicht beteiligt, sie tritt nur als Verpächter in Erscheinung.

In „Amici Lodges“ und „Amici Bay“ werden Campingplatz und Badebetrieb umbenannt. „Amici, weil es ein Ort werden soll, an dem Freundschaften entstehen“, erklärt Maessen.

Maessen ist Eigentümer einer Baumschule in Echt – was bei der Umgestaltung der Grünflächen am See von Vorteil ist –, Bonné ist Informatiker. Die beiden Niederländer sind seit Jahren gemeinsam unterwegs, um Outdoorsportarten nachzugehen. Da das nicht immer ganz billig ist, verbinden sie seit ein paar Jahren das Angenehme mit dem Nützlichen: „Wir waren als erste in den Niederlanden mit einer mobilen Kletterwand unterwegs“, erzählt Maessen. Neben ihm und Bonné gehörten 18 weitere Leute zu der Gruppe, über die man die Kletterwand mieten konnte. Die Einnahmen kamen in einen Topf, wenn genug zusammen war, wurden beispielsweise Tauchausrüstungen oder einen Gleitschirm angeschafft.

Parallel hielten die Niederländer Ausschau nach einem geeigneten Platz an einem Gewässer, den sie nach eigenen Vorstellungen gestalten konnten. Die Wahl fiel letztlich auf Wassenberg. „Ein Campingplatz war ursprünglich eher Nebensache“, erzählt Maessen, „aber jetzt haben sich die Schwerpunkte etwas verlagert und wir nehmen erst einmal den Campingplatz in Angriff, bevor wir den Rest umsetzen.“ Kitesurfen ist, nebenbei bemerkt, seine Lieblingsfreizeitbeschäftigung.

Bürgermeister Manfred Winkens hob bei der Präsentation die Bedeutung der Investitionen hervor. Für die Attraktivitätssteigerung der Stadt sei die Aufwertung des Naherholungsgebietes von enormer Wichtigkeit.

Langfristig, so hofft er, könnte die Anlage zu einem grenzüberschreitenden Projekt mit dem Tourismuspartner Roerdalen werden – immerhin bilden zwei Seiten des Sees die Grenze zu den Niederlanden.

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