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Luther-Festival auf dem Burgberg glänzt zum Finale

Von: Anna Petra Thomas
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Die beiden A-cappella-Formationen sangen am Samstagabend nicht nur alleine, sondern jeweils auch zusammen mit verschiedenen Chören der Region. Die Gruppe „Viva Voce“ sang zusammen mit dem Chor 77 aus Hückelhoven, dem Gesangschor aus der polnischen Partnerstadt Ozimek, dem Quartettverein Karken und dem Männergesangverein Cäcilia Waldfeucht. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Mit einem gut besuchten Familientag ist das viertägige Luther-Festival auf dem Heinsberger Burgberg am Sonntagabend zu Ende gegangen. Während die ersten beiden Abende mit der Aufführung des Rockoratoriums „Credo“ und einer Rock- und Popmischung der polnischen Gruppe BoW und der besten Gesangsstimmen aus der Jugendmusikschule zusammen mit einer Band der Schule mehr Zuschauer verdient gehabt hätten, waren der Samstag mit dem Chortreffen und zwei A-cappella-Gruppen sowie der Sonntag mit allerlei Mitmach-Attraktionen für Groß und Klein gut besucht.

Zunächst riss die Formation „Rock4“ aus Maastricht die vielen hundert Besucher am Samstagabend im wahrsten Sinne des Wortes von den Stühlen. Und das taten die vier Sänger nicht nur mit ihrem brillanten, kreativen Gesang und ihrer ganz eigenen Interpretation bekannter Rocksongs.

Der Applaus galt zwischendrin immer wieder Leadsänger Luc Devens, der sicherlich auch in der Lage wäre, einen Comedy-Abend ganz alleine zu bestreiten. „Wir sind Holländer, geht das hier?“, lautete seine erste Frage ins Publikum. „Wir kommen aus Maastricht. Wir mussten nicht so weit fahren, aber wir sind trotzdem mit dem Wohnwagen gekommen“, fuhr er fort, und das Publikum amüsierte sich herzlich.

Höhepunkte fürs Publikum standen bei beiden Gruppen ganz am Anfang ihrer Auftritte, denn da sangen sie zusammen mit heimischen Chören, so dass im Laufe des Abends rund 200 Sängerinnen und Sänger auf der Burgberg-Bühne standen. „Rock4“ sangen ihre ersten drei Lieder zusammen mit dem Chor „Li(e)dschatten“, dem Konfirmanden-Chor der Evangelischen Kirche in Heinsberg sowie zwei Chören der Jugendmusikschule, den St. Mary Gospelsingers und der „Beilage extra“.

Das fünfköpfige A-cappella-Ensemble „Viva Voce“ aus Ansbach sang zu Beginn zusammen mit dem Chor 77 aus Hückelhoven, dem Gesangschor aus der polnischen Partnerstadt Ozimek, dem Quartettverein Karken und dem Männergesangverein Cäcilia Waldfeucht. Es habe Spaß gemacht, den Auftritt mit den Chören vorzubereiten, erklärten die Vertreter beider Gruppen nach den gelungenen Auftritten.

Beim Auftritt von „Viva Voce“ brillierte vor allem Tenor David Lugert – mit seinem Gesang und mit seiner Moderation. Er begab sich sogar vor die Bühne, um im Publikum einige Zuschauer persönlich zu begrüßen. Völlig hin und weg waren die Zuschauer schließlich nach seinem wahren Gesangsduell als klassischer Operntenor mit Bass Heiko Benjes, der zeitgleich seine Elvis-Presley-Nummer zum Besten gab. Der Kreis zum Luther-Festival schloss sich, als die fünf Musiker einen eigenen Song vorstellten. „Stein des Anstoßes“ heißt er und ist auf der CD „Ein Stück des Weges“, den die Formation aus Anlass des Reformationsjubiläums veröffentlicht hat, zu hören.

Der Familientag am Sonntag unter dem Motto „Mach mit!“ startete mit einem ökumenischen Gottesdienst unter freiem Himmel, ebenfalls auf dem Burgberg. Zentrales Thema des Gottesdienstes, zu dem es parallel einen eigenen Kindergottesdienst gab, waren die gemeinsamen Wurzeln aller christlichen Religionen, symbolisiert durch die Taufe. Mitglieder unterschiedlicher christlicher Konfessionen hatten aus ihren Kirchen Taufwasser mitgebracht und gossen es auf der Bühne in einem Glasbecken zusammen.

„Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe“, schloss Propst Markus Bruns seine Ansprache, nachdem er auf Kölsch „Oh, leever Jott, jev uns Wasser“ gesungen hatte. „Schöpfen wir aus der Quelle lebendigen Wassers Hoffnung für die Ökumene“, betonte der evangelische Pfarrer Sebastian Walde.

Beide gemeinsam dankten schließlich der Stadt und hier dem „Motor“ Jakob Gerards und nicht zuletzt den Sponsoren für die Zusammenarbeit bei diesem Luther-Festival. Am Ende des Gottesdienstes duftete es schon nach frisch Gegrilltem auf dem Platz. Gegenüber lockte eine große Kuchentheke die Besucher an. Dazu gab es für Groß und Klein jede Menge Attraktionen, nicht nur auf dem Burgberg, sondern auch rund um die katholische Pfarrkirche St. Gangolf.

Auf der Bühne ging es nach dem Gottesdienst weiter mit einem Platzkonzert der Blaskapelle aus Ozimek, die auch den Gottesdienst musikalisch gestaltet hatte, und mit einem Theaterstück der Realschule im Klevchen.

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