Erkelenz - Lückenschluss im Herzen der Erkelenzer Innenstadt

Lückenschluss im Herzen der Erkelenzer Innenstadt

Von: Stefan Klassen
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Filetgrundstück im Schatten des Lambertiturms: Die vorbereitenden Arbeiten an der Kirchstraße haben begonnen. In den nächsten Tagen soll der Baukran aufgestellt werden. Foto: Stefan Klassen
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Noch keine konkreten Pläne: das ehemalige „Schwan“-Areal an der Schülergasse. Foto: Stefan Klassen

Erkelenz. Nein, es ist wahrlich kein schöner Anblick, der sich Anwohnern und Passanten seit vielen Jahren an der Kirchstraße bietet. Als Parkplatz dient das brachliegende Grundstück zwischen Aachener Straße und Schülergasse bislang, doch nun tut sich auf dem Areal zwischen Aachener Straße und Schülergasse etwas: Stahlzäune sind aufgebaut, Schutt und Erdreich aufgetürmt, Bauarbeiter haben Werkzeug und Material herangeschafft.

Die unschöne städtebauliche Lücke im Herzen der Stadt Erkelenz wird geschlossen. „Innerhalb der nächsten zwei Wochen kommt der Baukran“, kündigt Alexander Würz, Geschäftsführer der Bauträger GmbH und Hochbau GmbH, an.

Das Erkelenzer Unternehmen will auf dem Areal rechts neben der Pizzeria ein modernes Wohnhaus errichten, in dem sieben Mietparteien Platz finden werden. Würz rechnet mit einer Bauzeit für das zweieinhalbgeschossige Gebäude von rund einem Jahr. Dann sollen auch Parkplätze für die Hausbewohner im rückwärtigen Bereich des Hauses angelegt sein.

Derzeit laufen auf dem Grundstück vorbereitende Arbeiten, wie Würz betont. So sei ein Bodenaustausch nötig, „weil ein Altgebäude nicht komplett zurückgebaut war“.

Der Bereich im Schatten des Turmes von St. Lambertus ist eine der letzten großen Baulücken in der Stadt, zumal auch an der Schülergasse eine unübersehbare städtebauliche Wunde klafft: Bereits Anfang 2007 wurde dort die Traditionsgaststätte „Zum Schwan“ abgerissen. Seitdem ist auch dieses Grundstück verwaist. Zwar hatte vor Jahren die Lebenshilfe Heinsberg geplant, auf dem „Schwan“-Areal eine Wohnstätte für Menschen mit Behinderung zu errichten, das Vorhaben hatte sich jedoch zerschlagen. So baute die Lebenshilfe ihre Einrichtung statt auf traditionsreichem Grund – sie war Mitte der 80er Jahre im „Schwan“ gegründet worden – schließlich am Bongert.

Das unmittelbar angrenzende „Schwan“-Grundstück bleibt vom Würz-Wohnhaus-Projekt unberührt. Ob und wann an der Schülergasse möglicherweise ebenfalls einmal Bautrupps anrücken werden, ist noch unklar. Doch zumindest von der Kirchstraße her wird die lange Jahre klaffende städtebauliche Wunde nun geschlossen.

Im benachbarten Erkelenzer Rathaus verfolgt man die aktuelle Entwicklung deshalb mit Wohlwollen. Ansgar Lurweg, Technischer Beigeordneter der Stadt Erkelenz, betont: „Es ist äußerst positiv, dass sich dort etwas tut. Das ist städtebaulich sehr von Vorteil.“ Jahrelang sei versucht worden, an diesem Standort mit seiner exzellenten Lage ein Projekt zu entwickeln, „und nun wird die Lücke endlich geschlossen“.

Lurweg hofft nun auf einen Nachahmer-Effekt: „Es wäre sehr wünschenswert, wenn demnächst auch etwas in der Schülergasse passieren würde.“

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