Erkelenz - Lokale Agenda für Klimaschutz ist Ziel

Lokale Agenda für Klimaschutz ist Ziel

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:
Ideenfindung Erkelenz
Der erste Schritt ist gemacht: Bei der Ideenfindung im Foyer der Stadthalle war die Beteiligung groß. Foto: Helmut Wichlatz
Klimaschutz Erkelenz
Was tun gegen den Klimawandel? Gerade im Erkelenzer Land - im Bild das dem Braunkohletagebau zum Opfer gefallene Immerath - hat das Thema eine große Bedeutung. Foto: kalauz

Erkelenz. Mit einer öffentlichen Auftaktveranstaltung geht das Klimaschutzkonzept der Stadt in die erste Runde. Neben vielen interessierten Bürgern begrüßte Bürgermeister Peter Jansen vor allem die Professorin Dr. Isabel Kuperjans. Sie wird den Zielfindungsprozess in Erkelenz begleiten.

Kuperjans leitet an der FH Aachen das Institut Novum Energy mit Sitz in Jülich. Sie plädiert für eine breite Vernetzung aller Akteure und gesellschaftlichen Gruppen, damit ein Klimakonzept greifen und wirken kann. Gemeinsam könne man die CO2-Emission auch mittelfristig abbremsen. Dafür, so betonte sie, sind vor allem Ideen gefragt und die Bereitschaft, sich einzubringen.

Die Stadt geht mit gutem Beispiel voran, wie Thomas Rolfs in einer Präsentation darstellte. Er ist in der Stadtverwaltung auch für den European Energy Award (EEA) zuständig und koordiniert die Umsetzung innerhalb der Verwaltung. Für das Engagement der Stadt gab es Lob von der Fachfrau, doch auch ernüchternde Worte. Denn der Anteil der Stadt Erkelenz liegt in der Emission bei sechs bis neun Prozent. Um etwas zu erreichen, müsse man daher vor allem die Bürger erreichen. Daher macht sich Erkelenz in den nächsten Monaten unter ihrer Anleitung auf die Suche nach erreichbaren und realistischen Zielen. In einem Jahr soll dann eine lokale Agenda vorliegen, die sowohl das Handeln als auch die Ziele für die kommenden Jahre festlegt.

In vier öffentlichen Workshops soll zwischen Ende April und Mitte Juni eine Liste von Vorschlägen erarbeitet werden, die sich lohnen umgesetzt zu werden. Die Ideen werden in den fünf Kategorien „Mobilität und Verkehr“, „Erneuerbare Energien“, Gewerbe und Industrie“, „Bauen und Wohnen“ und „Bewusstseinsbildung und Verbraucherverhalten“ gesucht. Jeder Bereich hat einen kompetenten „Paten“, zum Beispiel den Geschäftsführer der West EuV, Udo Winkens, Dr. Joachim Steiner von der Wirtschaftsförderung des Kreises Heinsberg oder Andreas Schuflitz vom KlimaTisch in Erkelenz. Der unabhängige Verein steht für das bürgerliche Engagement im Klimaschutz und geht Themen auch praktisch und im Selbstversuch an.

Beim ersten Treffen hatten die Teilnehmer Gelegenheit, ihre Anregungen und Ideen zu den einzelnen Themenfeldern zu formulieren und an die jeweilige Stellwand im Foyer der Stadthalle zu pinnen. Die Auswertung zeigte schon die Bandbreite, in der bei der Themenfindung gedacht wird. Sie reichte von der Einführung autofreier Sonntage bis hin zur Forderung klarer planungsrechtlicher Vorgaben im Bau, einer intelligenten Ampelsteuerung für fließenden Verkehr oder der Auslobung eines Klimapreises durch die Stadt. In der Beschäftigung mit den eigenen Zielen und Ideen kam es im Foyer zu einem regen Austausch – und schon wurde genetzwerkelt und sich ausgetauscht. Mission erfüllt.

In den kommenden Veranstaltungen, die auch öffentlich sein werden, entsteht aus den Ideen ein Konzept, mit dem Erkelenz auch langfristig leben kann und will.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert