Lohnenswert nicht nur für Fans

Von: red
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Las bei der Leseburg aus seinem Erkelenz-Krimi „Mordsclique“: Autor Helmut Wichlatz.

Erkelenz. Bei der achten Auflage der Literaturreihe Leseburg präsentierte der Erkelenzer Autor Helmut Wichlatz seinen Debütroman „Mordsclique“. Dafür mussten die Leseburg-Macher wegen Bauarbeiten an der Burg in die Leonhardskapelle ausweichen.

Dort wurden sie von Leseburg-Organisator Felix Wichlatz und dem Open-Stage-Macher Frank Rimbach begrüßt. Vor rund 50 Zuhörern präsentierte Wichlatz auf amüsante Weise Passagen aus dem Rheinland-Krimi, der in und um Erkelenz spielt. Nach anfänglicher Nervosität fand er schnell seinen Rhythmus und wusste zu den Lesepassagen auch immer wieder kleine Anmerkungen zu machen.

Die waren auch nötig, denn in seinem Krimi-Erkelenz ist manches nicht so, wie man es kennt. So war es durchaus nicht selbstverständlich, dass das altehrwürdige ehemalige Kreuzherrenkoster Hohenbusch als internationales Wellness-Hotel mit Golfanlage daherkam.

Dort stiegen in seiner Geschichte auch drei berühmte Heimkehrer ab, um an den Jubiläumsfeiern des Cusanus-Gymnasiums teilzunehmen. Als kurz darauf einer von ihnen mausetot in seinem Hotelzimmer gefunden wird, beginnt für Kommissar Ben Becker und seinen Freund Müller die aufreibende und teilweise auch gefährliche Ermittlungsarbeit...

„Mordsclique“ sei auch für Krimiverächter eine lohnenswerte Lektüre, bemerkte Wichlatz. Denn obwohl die Handlung im Jahre 2009 spielt und damit erst sechs Jahre her sei, habe sich das reale Erkelenz ebenso wie sein fiktives in der Zeit erheblich geändert.

Vom Freibad über die Kreissparkasse bis hin zur Gasse zwischen Kölner Straße und Stadtpark habe sich die Stadt mittlerweile grundlegend gewandelt. Diese Veränderung wird auch auf dem Cover von „Mordsclique“ dokumentiert. Denn die dort abgebildete Ladenfront stammt von einer Metzgerei in Immerath (alt) und wird schon bald nicht mehr existieren.

Im Roman ist es ein Laden in Venrath, und in dessen Hinterzimmer begegneten die Zuhörer schon in der ersten Szene der ersten Leiche. Die Handlung des Romans findet auf zwei Zeitebenen statt, die 22 Jahre auseinander liegen und sich im Laufe der Handlung immer mehr verdichten und offenbaren, was die „Mordsclique“ auf dem Kerbholz hat. Das verriet Wichlatz bei der Lesung aber nicht.

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