Lösung gefunden: Grünes Licht für Gewerbegebiet Wehr

Von: agsb
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Selfkant-Tüddern. „Diesen Eiertanz hätten wir uns sparen können“, meinte Willi Peters von der SPD-Ratsfraktion. In einer eigens einberufenen Gemeinderatssitzung wurde das zunächst gekippte Gewerbegebiet in Wehr wieder zu neuem Leben erweckt. Gleich zu Beginn der Sitzung flammte kurz die alte politische Konfrontation auf.

Ein CDU-Ratsherr fühlte sich beim Antrag befangen und gesellte sich zu den Zuhörern. Bekanntlich gab es im Zuge des geplanten Gewerbegebietes ein gerichtliches Verfahren durch einen anderen Ratsherren. Nach Antrag der SPD-Fraktion und auch nach Prüfung der Verwaltung schien besagter Ratsherr ebenfalls befangen. Bürgermeister Herbert Corsten bat dann den Ratsherrn, den Sitzungsbereich zu verlassen.

Hier gab es kurze Differenzen, am Ende siegte die Vernunft. Im Kreuzfeuer der Kritik stand die Fraktion von Pro Selfkant. Durch deren Nein in der Gemeinderatssitzung im März wurde das Gewerbegebiet gekippt. Fraktionsvorsitzender Dr. Kambartel wies die Kritik zurück. Kritikpunkt waren die geplanten Betriebsleiter-Wohnungen, die vielen Ratsherren ein Dorn im Auge waren.

Die CDU-Fraktion beantragte die Modalitäten für eventuelle Grundstücksverkäufe im Gewerbegebiet Wehr Kreisverkehr Wehr festzulegen. Bürgermeister Corsten konnte den Verkaufspreis für die Gewerbegrundstücke von geplanten 35 Euro pro Quadratmeter auf 32,50 Euro drücken. Ferner wird der Quadratmeterpreis für integrierte Betriebsleiter-Wohnungen auf den Bodenrichtwert für Wohnbauflächen im Ort angepasst.

„Uns allen ist daran gelegen, hier Handwerk anzusiedeln“, so der Bürgermeister. „Wir begrüßen diese Regelung“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Heinz Stassen. „Wir wollten von Anfang an hier keinen billigen Wohnraum ermöglichen. Die Politik lebt auch von Kompromissen, und wir sind mit dieser Lösung einverstanden“, erklärte Peters von der SPD; auch Pro Selfkant stimmte dann dem Antrag zu, lediglich zwei Ratsherren votierten dagegen, es gab keine Enthaltungen.

Mit zwei Nein-Stimmen wurde dann ein weiterer Antrag der CDU-Fraktion angenommen: Hier beantragte die CDU die Aufhebung des Beschlusses zu Punkt sieben der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung vom 20. März 2013, die Aufhebung der Ablehnung des Gewerbegebietes. Mit gleichen Stimmen wurde die Aufstellung des Bebauungsplanes für das Gewerbegebiet Wehr beschlossen.

Bei seinen Mitteilungen blickte Bürgermeister Corsten kurz auf die geplanten Festlichkeiten während der Sommerkirmes in Isenbruch. Bekanntlich endete die 14-jährige Auftragsverwaltung des Selfkants am 1. August 1963.

Am 16. August findet zunächst um 18 Uhr ein Empfang im Schöttehus Isenbruch statt, um 19.30 Uhr beginnt ein kleiner Festabend im Festzelt. Corsten lud ferner die Ratsherren zum Tag der deutsch-niederländischen Gesellschaft in die Zehntscheune Millen am 25. Mai ein.

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