Löschgruppe Effeld hat jetzt ein modernes Gerätehaus

Von: Anna Petra Thomas
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Stolz führten Löschgruppenführer Matthias Jennißen (rechts) und Wehrleiter Holger Röthling auch Bürgermeister Manfred Winkens durch das modernisierte und erweiterte Feuerwehr-Gerätehaus in Effeld. Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg-Effeld. Es war schon ein kleines Dorffest, in dessen Rahmen die Löschgruppe Effeld der Freiwilligen Feuerwehr Wassenberg nach rund acht Monaten Bauzeit die Einsegnung ihres modernisierten und erweiterten Gerätehauses am Kastellweg feierte.

Mit sehr viel Eigenleistung habe die Löschgruppe dieses Projekt ermöglicht, erklärte Bürgermeister Manfred Winkens nach der musikalischen Begrüßung durch das Trommler- und Pfeifercorps Effeld. Die Stadt habe sich finanziell beteiligt, erklärte er. In den insgesamt 82.500 Euro seien die Leistungen des Stadtbetriebs eingeschlossen. Auch die Projektleitung habe die Stadt selbst übernommen. „Das hat die Kosten erheblich gemindert und die Verbundenheit mit dem Bauwerk gestärkt“, sagte er.

Wie notwendig die Erweiterung gewesen sei, zeige ein Blick auf die aktuellen Schwerpunkte des Feuerwehrdienstes. Auf einen Brandeinsatz kämen weitaus mehr Einsätze mit technischem Charakter, so Winkens. Dazu müsse entsprechend vielfältiges Gerät angeschafft, untergebracht und gewartet, die Feuerwehrleute zudem ständig in neuen Bereichen ausgebildet und geschult werden.

Sein Dank ging nicht nur an die Feuerwehrkameraden selbst, die rund 2000 Stunden ihrer Freizeit in die Arbeiten für ihr Gerätehaus investiert haben, sondern auch an deren Angehörige, vor allem aber an die Nachbarn, „ohne deren Verständnis und ohne deren Einverständnis das Projekt nicht möglich gewesen wäre“, so Winkens. „Wir verdanken es ihnen, dass die Menschen in Effeld und auch in den übrigen Ortsteilen unserer Stadt ein Stück weit sicherer leben können.“ Nicht zuletzt würdigte er aber auch das finanzielle Engagement der Löschgruppe selbst. Immerhin hätten die Feuerwehrleute mehr als 5000 Euro aus ihrer Kameradschaftskasse genommen, um Küche, Tische, Büromöbel und vieles andere mehr selbst anzuschaffen.

Im Detail erläuterte Löschgruppenführer Matthias Jennißen die durchgeführten Arbeiten. Die Löschgruppe habe zunächst Abrissarbeiten übernommen und den Gastank ins Erdreich verlegt. Die Stadt habe dann die Gewerke Rohbau und Dachstuhl gestellt, darüber hinaus das Material für die restlichen Gewerke. In Eigenleistung wurden der Innenausbau, die Elektroinstallation, die Installateurarbeiten und die Verlegung des Rolltores nach vorne vorgenommen.

„Neben der verlängerten Fahrzeughalle und dem renovierten Unterrichtsraum können wir nun auch auf einen Werkstattraum zurückgreifen, in dem die Wartung, Reparatur und Pflege unserer Gerätschaften erfolgen soll“, so Jennißen.

Persönlich dankte er vier Feuerwehrkameraden für ihren Einsatz: Ferdi Nussbaum, Christoph Ramakers und Robert Landmesser von der Löschgruppe Effeld, darüber hinaus Wehrleiter Holger Röthling, der fast täglich nach Feierabend im Gerätehaus anzutreffen und „für alle Arbeiten zu haben“ gewesen sei. „Mich als Gruppenführer macht es echt erheblich stolz, so eine junge, motivierte und eingeschworene Gruppe im Rücken zu haben“, lobte er aber auch an die Löschgruppe insgesamt. „Für eine Löschgruppe unserer Größe sind wir bautechnisch nun auf dem aktuellsten Stand“, erklärte Jennißen abschließen, vergaß aber nicht, in die Zukunft zu blicken. Sein großer Wunsch wäre, „ähnlich wie in allen anderen Löschgruppen der Stadt Wassenberg ein modernes Erstangriffsfahrzeug zur Verfügung“ gestellt zu bekommen.

Nach der Einsegnung durch Propst Thomas Wieners und einem weiteren Musikbeitrag durch den Instrumentalverein Effeld nutzten die Besucher die Gelegenheit, das Gerätehaus zu besichtigen und sich bei Erbsensuppe und Kuchen zu stärken.

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