Literatur und Musik im Dialog: „KulturGut“ bietet Kleinkunst

Von: Johannes Bindels
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Starke Darbietungen: Martin Berger, Christiane Apeldorn, Elisa Weidemann und Dr. Titus Reinmuth (v.l.). Foto: Bindels

Wassenberg. Unter dem Titel „KulturGut“ hatte die Evangelische Kirchengemeinde Wassenberg zu einem musikalisch-literarischen Abend in die Hofkirche eingeladen. Literatur und Musik im Dialog, vorgetragen von Pfarrer Dr. Titus Reinmuth und der Gruppe „Speechless“ mit Christiane Apeldorn (Gesang), Martin Berger und Elisa Weidemann (Gitarre und Gesang), boten einen unterhaltsamen Abend in bester Kleinkunstmanier.

Mit dem ersten Textbeitrag „Vorsicht“ von Hans-Dieter Hüsch, gelesen von Pfarrer Dr. Titus Reinmuth, gelang ein Einstieg, der nachdenklich machte. Vor dem geistigen Auge meinte man die unvergessene Stimme von Hans-Dieter Hüsch zu hören.

Die weiteren amüsanten, aber auch fordernden Texte von Heinz Rudolf Kunze und Rainer Maria Rilke gaben dem musikalisch-literarischen Abend eine besondere Note: Gesungene Lyrik wechselte im Dialog mit gelesener Lyrik und Prosa ab. Dr. Titus Reinmuth ergänzte als Mitglied des evangelischen Rundfunkreferats NRW die wohlausgewogenen Texte durch kurze eigene Beiträge aus seiner Arbeit beim Rundfunk in der Reihe „Kirche in WDR2“.

Das musikalische Trio „speechless“ aus Erkelenz brachte zwölf Titel aus dem Bereich Pop und zum Schluss den gesungenen Segen „Gott segne dich“ von Martin Pepper. Ihr mehrstimmiger Gesang, voluminös und dominant bei Martin Berger und Christiane Apeldorn und fein austariert bei Elisa Weidemann, ganz ohne Verstärkung, war wie gesungene Lyrik.

Neben ihren gelungenen und eigenen akustischen Interpretationen der Pop-Klassikern wie „In the Air tonight“ von Ray Wilson oder „True Colours“ von Cindy Lauper kamen auch die Darbietungen amerikanischer Liebeslieder wie „Bless the broken road“ von Rascal Flatts und die bekannten Titel „I won´t give up“ von Jason Mraz oder „It´s a beautiful day“ von Michael Bublé bestens beim Publikum an.

Der kleine Raum schaffte eine verbindende Atmosphäre durch die Nähe des Publikums zu den Künstlern in der kleinen Kirche. Pfarrerin Sabine Frauenhoff bedankte sich bei der Unterstützung durch die Künstler, die kostenfrei den Abend gestaltet hatten, und bat um eine Spende zugunsten des Heilpädagogischen Zentrums in Pskow.

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