Linken-Politiker droht offenbar Anklage wegen Waffenhandel

Von: ddp
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Schweigt derzeit zu den Vorwürfen: Manfred Hämmerle. Foto: Polizei

Hückelhoven. Dem Fraktionschef der Linken im Stadtrat von Hückelhoven droht nach Informationen des „Spiegel” eine Anklage wegen Handels mit Kriegswaffen. Der 44-jährige Manfred Hämmerle war im Zusammenhang mit Ermittlungen nach dem Mord an einem Augenarzt in Immerath bei Erkelenz in das Visier der Ermittler geraten.

Der Mediziner war im Januar auf einem Feldweg mit einer englischen Maschinenpistole erschossen worden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das Opfer diese Schnellfeuerwaffe von Hämmerle erhalten hat.

Er wird beschuldigt, mehrfach illegal Schusswaffen besorgt zu haben. Die zuständige Staatsanwaltschaft rechnet nach Angaben des „Spiegel” mit einer Anklage gegen den Ratsherrn; Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz werden mit mindestens einem Jahr Haft bestraft.

Auch innerparteilich droht dem Sportschützen Ärger. „Das ist ein schwerer Verstoß gegen die Anti-Kriegs-Politik unserer Partei”, kritisierte die Bundestagsabgeordnete der Linken, Ulla Jelpke, die seit Jahren ein strengeres Waffengesetz fordert. „Mein Mandant kannte die Gesetzeslage nicht genau”, sagte Hämmerles Anwalt Heribert Kayenburg gegenüber dem Magazin zu den Vorwürfen.
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