Wassenberg - „Limburg Festival“: Kultur und Bewegung unter einem Hut

„Limburg Festival“: Kultur und Bewegung unter einem Hut

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
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In Wassenberg begeisterte Michele Fois aus Italien als „Mc Fois“ seine Zuschauer mit gekonnter Pantomime und jonglierte meisterhaft mit seinen drei Filzhüten. Foto: Anna Petra Thomas
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In Ophoven hatten die Musiker „Piepschium“ ihre riesigen Nistkästen an einem Baum befestigt. Sie begeisterten auch mit ihren Vogelstimmen.

Wassenberg. Bestes Radelwetter bescherte der Kulturtour „Limburg Festival“ durch den deutsch-niederländischen Grenzraum von Wassenberg und Roerdalen in diesem Jahr rund 800 Teilnehmer. Erstmals sei dabei die Hälfte der Gäste aus Deutschland gekommen.

„Es spricht sich doch immer mehr herum“, freute sich Sabrina Martin als Organisatorin in der Wassenberger Stadtverwaltung. Auf einer Radroute über 32 Kilometer konnten die Teilnehmer auch dieses Mal wieder an sechs Stationen einsteigen. Wassenberg, Birgelen und Ophoven waren die drei Startpunkte auf deutscher Seite. Herkenbosch, Vlodrop und Posterholt kamen in den Niederlanden hinzu. Wahlweise konnte die Route auf 20 Kilometer verkürzt werden.

Schon am Morgen um 10 Uhr bildete sich vor dem Startpunkt auf dem Wassenberger Roßtorplatz eine lange Schlange vor der Kasse. Viele überzeugte „Wiederholungstäter“ waren dabei, aber auch Neulinge, zumindest auf dieser Route. Wie zum Beispiel eine ganze Gruppe aus Düren oder Willi Frank aus Golkrath, der mit Frau Ulrike und Hund Trolly im Anhänger dabei war. Er sei schon mit dem Rad bis nach Indien gefahren. „Aber jetzt bin ich bescheiden geworden“, erzählte der 78-Jährige.

Bevor auch er sich in den Sattel schwang, gab‘s auf dem Platz noch die erste Vorführung des Straßentheaters, das die Radfahrer an allen sechs Startpunkten im Stunden-Rhythmus erwartete. In Wassenberg begeisterte Michele Fois aus Italien als „Mc Fois“ seine Zuschauer mit gekonnter Pantomime und jonglierte meisterhaft mit seinen drei Filzhüten. Danach mimte er die Prima Ballerina, „bestach“ die Zuschauer mit einem kleinen roten Herz am Griff der Schnur für sein Diabolo, mit dem er vollendete Kunststückchen zeigte. Vor allem aber entpuppte sich Fois als echter Straßenkünstler, der es schnell schaffte, die Zuschauer in sein Spiel einzubeziehen.

Gleiches gelang in Birgelen den „Beat Brothers“, ebenfalls aus Italien. Sie mimten zuerst die ganz coolen Typen mit golden gerahmter Sonnenbrille und Dollarzeichen um den Hals, um dann mit einer Nummer zu begeistern, bei der ihre vier Hände ein ganz kleines Männchen formten, das sich auf einer kleinen Bühne vor einem roten Samtvorhang nicht nur gekonnt bewegte, sondern dazu auch noch die passende Mimik ablieferte.

Wieder anders die Situation in Ophoven, wo die Künstler im wahrsten Sinne des Wortes im Baum hingen. Auf dem Bleekplatz hatten die beiden Musiker namens „Piepschium“ aus den Niederlanden ihre riesigen Nistkästen an einem Baum befestigt. Sie begeisterten zunächst mit ihren Vogelstimmen und dann mit dem Können auf ihren Musikinstrumenten. An den drei niederländischen Stationen freuten sich schließlich die Trommler „UliK“ aus Deutschland, der Clown Mimo Karocha aus Chile und das Duo Laos aus Argentinien mit graziler Akrobatik über den verdienten Applaus des Publikums.

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