Erkelenz - Letzte Ratssitzung: Neue Ziele beim Schöffenessen

Letzte Ratssitzung: Neue Ziele beim Schöffenessen

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:
11472700.jpg
Ziel für 2016: die Erschließung des GIPCO IV. Foto: Stefan Klassen

Erkelenz. Die letzte Sitzung des Stadtrates ist traditionell das Schöffenessen „ohne Tagesordnung“ im großen Sitzungssaal des Alten Rathauses. Bei Grünkohl und Wurst wird Rückschau gehalten und ein Ausblick auf das gegeben, was im nächsten Jahr geplant ist.

Die Tradition des Schöffenessens geht bis in das 17. Jahrhundert zurück. Damals wurden die Schöffen fünfmal im Jahr zu einem opulenten Essen eingeladen. Heute gibt man sich genügsamer.

Bürgermeister Peter Jansen ließ die Themen Revue passieren, die Erkelenz in diesem Jahr bewegt hatten. Da war natürlich ganz vorne die Flüchtlingsthematik, die sogar das Thema Tagebau und Tagebaurandentwicklung überschattete. „Über 700 Menschen wurden in Erkelenz bereits zugewiesen“, erklärte er. „Mit viel Engagement seitens der Ehrenamtler und hauptamtlich Tätigen konnte diese Aufgabe aber gemeistert werden.

Doch auch in die Entwicklung der Innenstadt kommt Bewegung. So konnte in diesem Jahr im neuen Amtsgericht Richtfest gefeiert werden. Nun müsse man sich über die Vermarktung des rund 7000 Quadratmeter großen Grundstücks nebenan Gedanken machen, wo derzeit noch das alte Amtsgericht steht.

Auch am Stadtrand tut sich einiges. Der Gewerbe- und Industriepark Commerden (GIPCO) ist gewachsen und die dritte Erweiterung ist schon bis auf ein Grundstück voll. Somit wird in 2016 die Erschließung des GIPCO IV auf 32 Hektar geplant. Neues gibt es auch von der Neuen Mitte in Gerderath zu berichten. Dort soll eine Arztpraxis mit drei Arztsitzen entstehen, wie Jansen unter Berufung auf Zusagen des dortigen Investors erklärte.

Das Burgdach wird 2016 ebenfalls in Angriff genommen, nachdem der Förderverein einen Großteil der benötigten Summe sammeln konnte.

Regierungspräsidentin Gisela Walsken hatte es sich nicht nehmen lassen, die Einladung zum Schöffenessen anzunehmen. Zur Flüchtlingsthematik sagte sie, dass ehrenamtlichen Hilfsorganisationen „an ihrer Belastbarkeitsgrenze“ angekommen seien, wessen man sich im Regierungsbezirk bewusst sei. „Wir stehen an Ihrer Seite“, versicherte sie den Anwesenden mit Blick auf die Zukunft im Braunkohlerevier. Schon jetzt müssten die Weichen gestellt werden für eine positive Entwicklung am Tagebaurand. Für die musikalische Gestaltung des Schöffenessens sorgte der Gospelchor rejoiSing unter der Leitung von Martin Fauck.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert