„Leseburg“: Autoren zu Gast in der Erkelenzer Burg

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Sorgte für gute Laune und einige Lacher: Heidi Hensges von den Texte- rados.

Erkelenz. Bei der zweiten „Leseburg“ in der Erkelenzer Burg erlebten rund 40 Zuhörer und ein Hund einen unterhaltsamen und abwechslungsreichen Abend mit Frauengeschichten.

Heidi Hensges und Eike Wuscher von der Schreibgruppe Tex-terados stellten Geschichten aus ihrem neuen Buch „Hallo Rosi“ vor. Rosi ist eine Frau in den besten Jahren, die es in einen virtuellen Ort im Kreis Heinsberg verschlagen hat, wo sie in einem Kiosk arbeitet. Die Schreibgruppe besteht aus vier Autorinnen, darunter auch Beatrix Hötger-Schiffers, von der die ebenfalls vorgetragene Geschichte „Freddy aus Freiersfüßen“ stammte. Ansonsten erlebte man Rosi bei Wellness und beim unsachgerechten Auftragen verjüngender Beauty-Produkte. Hensges gab noch einen enthüllenden Einblick in das Treiben der „Wolkenmafia“, nach dem man die überall verbreiteten Smartphones mit völlig neuen Augen sah. Die Texte- rados-Damen sorgten über weite Strecken für gute Laune und einige Lacher.

Das hatte die aus Moers stammende Claudia Ingenillen bei weitem nicht im Sinn. Ihre kurzen und einprägsamen Texte entführten die Zuhörer auf die dunkle und abgründige Seite des Lebens. Es ging um Scheitern, Sterben und auch gefährliche Sexpraktiken. Sie bildete damit ein interessantes Kontrastprogramm zu den humorvollen Geschichten aus dem virtuellen Ort Kirchrath. Für die Autorin aus Moers war der Auftritt bei der Leseburg eine Premiere, denn sie hatte ihre Werke bis dahin noch nicht vor Publikum vorgetragen, wie der Moderator Frank Rimbach betonte.

Fortsetzung folgt

Rimbach kennt der eine oder andere Erkelenzer als Mastermind hinter der Talentshow „Open Stage“, die vor einigen Wochen in der Leonhardskapelle erfolgreich Premiere feiern konnte. Sein Dank galt vor allem dem Burgfreund Jörg Grätz, der gemeinsam mit Autor Helmut Wichlatz die Leseburg aus der Taufe gehoben hat. Die Einnahmen des Abends fließen ohne Abzüge in den Spendentopf für das dringend benötigte neue Dach der Erkelenzer Burg.

Einen Überraschungsgast konnte Rimbach auch ansagen und gleich entschuldigen, denn der Wassenberger Muhammed Arslan war aus gesundheitlichen Gründen verhindert. Für ihn sprang kurzerhand der Fotograf des Abends, Akim Erdogan, mit einem sehr emotionalen Gedicht ein. Auch für Erdogan war der Abend eine Premiere, die als gelungen betrachtet werden kann.

Mit der zweiten Leseburg wurden gegenüber der krimilastigen ersten neuen Wege beschritten, was vom Publikum mit Applaus belohnt wurde. Im Januar ist die dritte Leseburg unter Beteiligung des Krimiautors Kurt Lehmkuhl und eines weiteren Gastes angesagt.

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