Heinsberg - Lebenshilfe-Café: „Samocca trifft Paris“ trifft Geschmack des Publikums

Lebenshilfe-Café: „Samocca trifft Paris“ trifft Geschmack des Publikums

Von: anna
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Heinz Küppers, alias Gräfin Henriette von Küppersbusch, begeisterte das Publikum durch sein vielseitiges Talent. Foto: anna
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Volker Müller, der mit Künstlernamen Steffen Heyder heißt, bot die perfekte Ergänzung zur schillernden Gräfin.

Heinsberg. Nicht nur das Publikum war vollends begeistert, nein, auch die Mitarbeiter des Heinsberger Museumscafés waren am Ende der Gala „Samocca trifft Paris“ mit Travestie, Gesang und Comedy völlig aus dem Häuschen.

Grund dafür waren natürlich vor allem die vielen unterschiedlichen Auftritte „ihrer“ Gräfin Henriette von Küppersbusch, die im wirklichen Leben ihr Kollege Heinz Küppers ist. Schon der schnelle Ausverkauf der Veranstaltung hatte gezeigt, dass Küppers und sein Partner Volker Müller, der mit Künstlernamen Steffen Heyder heißt, bereits mit ihrem Angebot voll den Nerv des Heinsberger Publikums getroffen hatten.

Dank guten Wetters konnte die Gala unter freiem Himmel stattfinden, und so durften auch diejenigen noch teilnehmen, die im Café auf einer Warteliste gestanden hatten. Mehr als 80 Gäste zählte schließlich die Veranstaltung, die für die Lebenshilfe als Betreiber des Cafés am Museum Begas-Haus eine ihrer ersten ganz großen werden sollte.

Wer beim Thema Travestie noch ein paar klitzekleine Berührungsängste mitgebracht hatte, dem wurden sie schon in der Begrüßung schnell genommen. Ihr Vater habe lieber einen Sohn gehabt, ihre Mutter liebe eine Tochter. „Schwupp, da war‘s ein Cocktail“, scherzten Heinz und die Gräfin über sich selbst und fügten ein wenig später selbstbewusst hinzu: „Schwule können sich nicht vermehren, aber es werden immer mehr.“

Die Gräfin und ihr „inzwischen 14. Ehegatte“ legten schon einen gekonnten Einstieg hin, als ihr Begleiter am Klavier, Michael Carleton, sie mit einem echten Cabriolet auf die Bühne chauffierte. Henriette startete in Schwarz mit Schleppe mitten durchs Publikum, um sich dann nach einem Ausflug in den Minirock und ins Pariser Cabaret selbst in ein gar beleuchtetes Sahnetörtchen à la Jürgens zu verwandeln.

Dass ihr auch die Comedy liegt, bewies sie mit Rollator und starker Oberweite in der Kittelschürze. Mit Glanz und Glamour ging‘s weiter Richtung New York. Wieder im Minikleid bewies Henriette, dass sie nicht nur singen, sondern auch tanzen kann. Und schließlich verwandelte sich die Gräfin singend und unter großem Applaus von Publikum und Kollegen auf der Bühne wieder in das, was sie im wirklichen Leben ist: Heinz Küppers.

Die Umkleidepausen überbrückten gekonnt Heyder mit Gesang oder Carleton am Klavier. Langeweile wäre aber auch so nicht aufgekommen, denn das Publikum genoss sichtlich den Service der Lebenshilfe-Mitarbeiter. Sie verwöhnten die Zuschauer zudem vor den drei Showteilen mit einem sogenannten Flying Buffet, als dessen Krönung das Dessert wie auf einem Kreuzfahrtschiff mit Sternchen sprühenden Wunderkerzen daherkam.

Schon jetzt steht fest, dass es auch 2018 wieder eine Travestie-Gala im Café Samocca geben wird, darüber hinaus Chanson-Nachmittage bei Kaffee und Kuchen, ebenfalls mit Gräfin Henriette von Küppersbusch. „So etwas hat in Heinsberg gefehlt“, bemerkte eine Zuschauerin nach der Show und sprach damit sicherlich für viele andere begeisterte Gäste des Abends.

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