Landtagsabgeordnete Düker: „Jeder Flüchtling ist auch eine Chance“

Von: anna
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Zu einer Diskussion zum Thema Flüchtlinge war Monika Düker (rechts), flüchtlingspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, nach Wassenberg gekommen. Dort begrüßte sie Irmgard Stieding. Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg. Zu einer Diskussionsveranstaltung mit Monika Düker, Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen und dort zugleich Sprecherin für Flüchtlingspolitik der Partei, hatte der Grünen-Ortsverband Wassenberg in die Begegnungsstätte am Pontorsonplatz eingeladen.

Einen „kleinen Flüchtlingsgipfel hier in Wassenberg“ nannte Irmgard Stieding die nur von wenigen Interessenten besuchte Veranstaltung in ihrer Begrüßung. Es sei derzeit weniger die aktuelle Zahl der Flüchtlinge, die Sorge bereite, sondern die Entwicklung dieser Zahl, erklärte Düker zu Beginn ihrer Ausführungen. „Der steile Anstieg ist das, was gerade große Probleme macht.“ Für die Registrierung sei zunächst das Land zuständig. „Flaschenhälse“ seien aber zugleich die Standorte des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, an denen die Flüchtlinge ihre Asylanträge stellen.

Befragt zu den aktuellen Herkunftsländern erklärte Düker, dass zu Jahresbeginn noch 50 Prozent der Flüchtlinge aus Balkanländern gekommen seien. Im September dieses Jahres seien dies nur noch zehn Prozent gewesen, sicherlich auch aufgrund der Information in diesen Staaten. „Eine Diskriminierung als Roma begründet noch keine Anspruch auf Asyl“, erklärte Düker.

Mehr als fünf Monate

Früher habe die Quote der Antragsteller, die voraussichtlich bleiben können, bei einem Drittel gelegen, derzeit liege sie bei zwei Drittel. Diese Flüchtlinge gelte es schnell zu integrieren. Was die Dauer der Verfahren angehe, gebe es Länder, in denen dies in zwei Wochen geschehe. In Deutschland würden die Verfahren derzeit mehr als fünf Monate dauern. „Drei Monate steht im Gesetz.“

Weiter äußerte sich Düker zu Themen wie Duldung, Finanzierung, Integration oder Gesundheitskarte.

Mit Blick in die Zukunft nahm sie die Situation der Schulen und die Entwicklung von neuem Wohnraum in den Blick. „Jeder Flüchtling ist auch eine Chance“, erklärte sie zum Schluss ihrer Ausführungen.

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