„Land un Höhner“: Spaß nicht nur für Freunde des Geflügels

Von: mb
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Viel zu sehen: Auch Nele und ihre Großeltern bekamen bei der großen Landgeflügelschau in Merbeck viel zu sehen. Foto: Monika Baltes

Wegberg-Merbeck. Die größte Landgeflügelschau im Rheinland „Land un Höhner“ hat zahlreiche Besucher auf das Gehöft Clingen nach Merbeck gelockt.

Auch beispielsweise Kerstin Rahn aus Wassenberg und ihr Sohn Silas waren dort auf der Suche nach neuen Hühnern und brauchten den Rat des Fachmannes. Sie schätzen ihre bereits vorhandenen zehn Hühner, die „aber in die Jahre gekommen sind“. Wegen der Eier, weil sie schön anzusehen und pflegeleicht sind. Und ein „Kuschelhuhn“ gibt es in der Familie auch: Prillan, benannt nach einem von den zehn sprechenden weißen Hühnern aus der Geschichte „Pettersson und Findus.“

Nele war mit ihren Großeltern aus Hochneukirch gekommen und bestaunte die Tauben mit großen Augen und einem Schnuller im Mund. Das darf man, wenn man erst 18 Monate alt ist. Cornelius Pütz aus Brachelen las unterdessen interessiert die beschreibenden Erläuterungen am Käfig. Lange Jahre hatte er selber bei dieser Geflügelschau mitgemacht, jetzt war er als Gast hier. Ein absoluter Fachmann, der 2010 Deutscher Meister mit seinen gestreiften Zwerg-Wyandotten wurde.

„Das Interesse am Leben auf dem Land ist groß“, sagte Andreas Theissen von den Geflügelliebhabern Merbeck. 31 Grenzlandschauen für Rassegeflügel haben die Merbecker seit ihrer Gründung 1983 organisiert.

Entsprechend professionell fiel die Präsentation aus, die von liebevollen Details und wohldurchdachter Einteilung lebte. Die sonst so nackten Käfigreihen waren mit bunten Herbstblumen rustikal geschmückt.

Wunderschöne Kulisse

Mehr als 500 Tiere wurden gezeigt, Ziergeflügel, Wassergeflügel, Hühner, Zwerghühner und Tauben, alles, was Federn hat, war dabei. Vier Wochenenden hatten die Geflügelliebhaber für die Herrichtung der wunderschönen Kulisse gebraucht, hatten dekoriert und kleine Stillleben angeordnet. „Ohne unsere vielen ehrenamtlichen Helfer ginge das nicht“, so Theissen und deutete dabei – „stellvertretend“, wie er betont – auf Rita Müller, Heike Willems, Gerta Theissen und Käthe Buschen, die in der Küche der Cafeteria die Ärmel hochkrempelten. Viele der 60 Aussteller aus Neuss, Mönchengladbach und Aachen kommen immer wieder nach Merbeck. „Für unseren guten Ruf haben wir hart gearbeitet.“

Auffällig viele Familien mit Kindern waren auf dem Gelände, zu dem auch eine große Außenweise mit Schafen und Traktoren gehört. Das war für Andreas Theissen nichts Neues. „Viele Eltern wollen ihren Kindern zeigen, dass das Ei eben nicht vom Discounter kommt. Diesen Bedarf haben wir durchaus gesehen.“

Und offensichtlich Recht behalten. Denn alle kamen auf ihre Kosten bei der bunten Ausstellung über das Leben auf dem Land: die Eltern und Kinder, das Fachpublikum und die Liebhaber alter Geflügelrassen, die Ratsuchenden und die Freunde des Merbecker Platt in der Klänger-Stuev.

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