Lago Laprello: Feuerwehrtaucher entfernen versunkenen Baum

Von: gp
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Bevor die Unterwasser-Kettensäge zum Einsatz gelangte, klärte Heinz von der Stein, Einsatzleiter der THW Aachen Brand, die Taucher über die Handhabung dieses bislang unbekannten Werkzeuges auf. Foto: Passage

Heinsberg. Als in der Nacht zum 13. April 1992 mancherorts im Kreis Heinsberg die Erde bebte, kam es vermutlich innerhalb des Heinsberger Lago Laprello zu Bodenabsenkungen. Die Folge: Ein großer Baum war in den Fluten verschwunden.

Im Laufe der Jahre stellte dieser Baum, der sich kurz unterhalb der Wasseroberfläche befand, für Bootsfahrer ein Hindernis dar. Immer wieder kamen Segler und Bootsfahrer unliebsam mit diesem Hindernis in Berührung, was sie 20 Jahre lang ärgerte. Mehrfach richteten die Wassersportler die Bitte an die Tauchstaffel, sich dieses Problems einmal anzunehmen. Schließlich erklärten sich die Feuerwehrtaucher bereit, den Baum auf ein entsprechendes Maß einzugrenzen.

Diese Aktion nahm Hauptbrandmeister Guido Funk, gleichzeitig Leiter der Tauchergruppe, zum Anlass, den „Baum-Einsatz“ mit der traditionellen Jahresabschlussübung zu verbinden. Vorgabe für die insgesamt 30 an der Übung beteiligten Feuerwehrtaucher des Kreises Heinsberg, die Feuerwehrtaucher aus Viersen-Lobberich sowie die Boots- und Tauchergruppe des Technischen Hilfswerkes (THW) Aachen Brand war, den Baumstamm zu zersägen und zu entfernen.

Erstmals war bei dieser Übung eine durch Luftdruck betriebene Unterwasser-Kettensäge im Einsatz. Heinz von der Stein, Einsatzführer des THW Aachen, gab zu Beginn der Übung eine kurze Einweisung zur Handhabung dieses speziellen Werkzeuges. „Ich kann versichern, dass es sich mit diesem Gerät sehr gut arbeiten lässt. Darüber hinaus werden wir ständig über Sprechfunk mit den jeweiligen Tauchern verbunden sein“, nahm von der Stein den Tauchern die Scheu, unter Wasser mit dieser bislang unbekannten Kettensäge zu arbeiten.

Während nun Guido Funk den kompletten Einsatz leitete, übernahm Tauchausbilder Norbert Schmitz die Koordination der beteiligten Taucher. Aus Sicherheitsgründen waren diese nun jeweils zu zweit unterhalb der Wasseroberfläche tätig. Damit jeder der Taucher einmal die Gelegenheit bekam, Erfahrung mit der Unterwasser-Kettensäge zu erlangen, wurde dieses bislang unbekannte Werkzeug abwechselnd von allen Tauchergruppen bedient. Während des Einsatzes wurde der sich im Wasser befindende Baum von den Tauchern gekürzt und verkleinert. „Der Baum wurde so weit gekürzt, dass in Zukunft verkehrstechnisch keinerlei Bedenken mehr bestehen“, berichtete Tauchausbilder Norbert Schmitz nach Beendigung des Einsatzes.

Im weiteren Verlauf der Übung wurde neben drei Fahrrädern auch ein Motorroller gefunden. In Absprache mit der Polizei wurden diese Funde geborgen und der Ordnungsbehörde übergeben. Ausgelaufene Betriebsmittel – Öl und Kraftstoff – wurden von der Umweltschutzeinheit der Feuerwehr mit Hilfe von Ölsperren und schwimmfähigen Bindemitteln aufgenommen.

Nach einem langen Tag und entsprechend harter Arbeit gab es für die an diesem Einsatz beteiligten Mannschaften ausreichend Verpflegung zur Stärkung. Gleichzeitig lobte Einsatzleiter Funk die Zusammenarbeit mit dem Kreis-Ordnungsamt: „Diese Behörde ist nicht nur unser direkter Ansprechpartner. Die Zusammenarbeit ist ausgezeichnet. Zuständig für uns ist das Kreis-Ordnungsamt. Hier erfahren wir Unterstützung in allen Angelegenheiten“, äußerte sich Guido Funk nach einer erfolgreich angeschlossenen Übung wohlwollend über die für die Feuerwehrtaucher zuständige Behörde.

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