Selfkant - Labormobil macht Halt im Selfkant

Labormobil macht Halt im Selfkant

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Der Experte Harald Gülzow untersucht im Labormobil, das morgen in Tüddern halt macht, Wasserproben aus heimischen Brunnen.

Selfkant. Sommerliche Temperaturen führen zu einem hohen Wasserverbrauch. Denn es werden Planschbecken befüllt, die Blumen und der Rasen müssen bewässert werden. „Das Wasser aus dem eigenen Brunnen stellt eine gute Alternative zum kostbaren Leitungswasser dar“, so Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz.

Doch Nitrate und Pestizide verschmutzen das Grundwasser der Region. Ob das selbst geförderte Wasser für das Befüllen des Planschbeckens, Gießen, als Tränkwasser für Tiere oder sogar zum Trinken geeignet ist, kann man am Labormobil der Gewässerschutzorganisation erfahren. Es hält am morgigen Mittwoch, 17. Juli, auf dem Parkplatz beim Rathaus in Tüddern. Wasserproben nehmen die Umweltschützer von 15 bis 17 Uhr am Mobil entgegen.

Die Grunduntersuchung auf den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt wird gegen eine geringe Kostenbeteiligung von zwölf Euro vor Ort vorgenommen. Diejenigen, die das Wasser auch auf weitere Parameter wie Eisen und Bakterien gegen Kostenbeteiligung untersuchen lassen möchten, bekommen das Ergebnis mit einer Bewertung per Post zugeschickt.

Außerdem beantwortet DiplomPhysiker Harald Gülzow, Experte zum Thema Brunnenwasserqualität, immer freitags zwischen 9 und 12 Uhr eventuelle Fragen unter Telefon 02831/976523. Natürlich wird kein Besucher mit seinen Messwerten allein gelassen. Das Team vom VSR-Gewässerschutz berät, sobald die entsprechenden Messergebnisse vorliegen.

Damit die Ergebnisse auch aussagefähig sind, sollten für die Probenahme und Transport Mineralwasserflaschen, die zuvor mehrmals mit dem jeweiligen Brunnenwasser gespült wurden, benutzt werden. Am besten werden diese Flaschen erst kurz vor der Abgabe am Labormobil befüllt.

Bei flächendeckenden Belastungen erhält der VSR-Gewässerschutz durch die Analyse vieler einzelner Brunnenwässer Informationen über den Zustand des oberflächennahen Grundwassers einer Region. Da das belastete Grundwasser den Bächen, Flüssen und Seen zusickert, wird auch dort die Wasserqualität verschlechtert. Einen Überblick über die Ergebnisse der aktuellen Untersuchung werden vom Verein auf die Region bezogen zusammengestellt und dann an die Öffentlichkeitsarbeit weitergegeben. Aber auch in überregionalen Darstellungen fließen die Ergebnisse der einzelnen Aktionen ein.

Die vom VSR-Gewässerschutz in den Jahren 2006 bis 2010 gemessenen Nitratgehalte in den privat genutzten Brunnen im deutschen Einzugsgebiet von Nord- und Ostsee wurden schon in einer Karte zusammengefasst. Diese zeigt deutlich die Belastungsschwerpunkte und kann im Internet eingesehen werden.

www.vsr-gewaesserschutz.de

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