Hückelhoven - L117: Ortsumgehung soll Ende 2020 fertig sein

L117: Ortsumgehung soll Ende 2020 fertig sein

Von: Daniel Gerhards
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L117
Verkehrszahlen in Ratheim und Millich sollen sich beinahe halbieren: Aktuell rollen dort täglich 14 000 bis 15 000 Fahrzeuge über die L 117. Wenn die Umgehungsstraße fertig ist, sollen es nur noch 7000 bis 8000 am Tag sein. Foto: Daniel Gerhards

Hückelhoven. Bis die neue Straße fertig ist, liegt noch viel Arbeit vor den Planern und Bauunternehmen. Die Landesstraße 117 neu soll nach aktuellem Planungsstand Ende des Jahres 2020 fertig sein. Dann wäre die lang ersehnte Ortsumgehung für die Hückelhovener Ortsteile Ratheim und Millich fertig. Bislang liege man was den Zeitrahmen und die Kosten angeht, im Rahmen, sagt Markus Reul vom Landesbetrieb Straßenbau NRW

Bei der Stadt Hückelhoven erhofft man sich von der neuen Straße vor allem eine Entlastung der Ortsteile Ratheim und Millich vom Durchgangsverkehr. „Man geht davon aus, dass sich die Verkehrsbelastung der Orte Ratheim und Millich auf der L 117 beinahe halbiert“, sagt Tiefbauamtsleiter Wilfried Welfers. Aktuell rollen 14.000 bis 15.000 Fahrzeuge am Tag über die L 117 durch die beiden Orte; wenn die Umgehungsstraße fertig ist, sollen es nur noch 7000 bis 8000 täglich sein. Auch der Schwerlastverkehr könnte dann um die Orte herum fahren, sagt Welfers.

Staus sollen ein Ende haben

Das solle zu deutlichen Verbesserungen in Sachen Lärm und Luft führen. Und auch die langen Staus im Berufsverkehr könnten dann ein Ende haben, sagt Welfers. Aktuell staue es sich zum Beispiel oft zwischen 16 und 17 Uhr aus Ratheim in Richtung Autobahn. „Da wird es zu einer deutlichen Entlastung kommen“, sagt er.

Flankieren möchte die Stadt Hückelhoven das Projekt mit baulichen Veränderungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der jetzigen L 117. So dass die Heerstraße, Millicher Straße und Gronewaldstraße in Zukunft vorwiegend nur noch von Anwohnern und Kunden anliegender Geschäfte genutzt werden.

Bis es so weit ist, wird es aber noch zwei bis drei Jahre dauern. Der erste Bauabschnitt soll bis zum Jahr 2019 fertig sein. Er umfasst die Trasse von der Autobahn 46 über die alte Bahnlinie bis zur alten L 117 zwischen Ratheim und Wassenberg. Im Rahmen der Arbeiten wird auch die Autobahnauffahrt und -abfahrt in Richtung Heinsberg verlegt. Aktuell befindet sie sich in der nähe einiger Verbrauchermärkte an der alten L 117. In Zukunft können die Autofahrer direkt an der neuen Trasse der L 117 auf- beziehungsweise abfahren. Damit der Verkehr auch von der alten L 117 zur Autobahn fließen kann, hat Straßen NRW bereits eine sogenannten Querspange – inklusive Pendlerparkplatz und Lärmschutzwall – als Verbindung gebaut.

Brücken werden gebaut

Als nächstes sollen Brücken gebaut werden: Die Unterführung der L 46 (Myhler Straße), die Unterführung des Schlackerwegs und die Überführung der Buscher Straße.

„Im Winter werden wir die Brücke an der Schaufenberger Straße abreißen, damit der Verkehr dort in beide Richtungen fließen kann. Das ist nötig, weil die Buscher Straße gesperrt wird, wenn dort die Brücke gebaut wird“, sagt Markus Reul. Dann könnten die Autofahrer über die Schaufenberger Straße ausweichen. Der Bau der Straßentrasse vom Kreisverkehr bei Wassenberg über die alte Bahnstrecke bis zur Autobahn soll im kommenden Jahr beginnen, sagt Reul.

Der zweite Bauabschnitt des insgesamt 15,2 Millionen Euro teuren Projekts umfasst die Trasse, die von der Autobahn zwischen den Ortsteilen Millich und Schaufenberg und vorbei an der Millicher Halde zur Roermonder Straße und zum Fachmarktzentrum am Landabsatz führt.

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