Erkelenz - Kunstprojekt: Fantasiewelt erkundet

Kunstprojekt: Fantasiewelt erkundet

Von: hewi
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Ins Licht gerückt: Die Künstler setzten ihre Arbeiten gekonnt in Szene. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. An einem Wochenende voller Ausstellungen und Kunst im Kreis zog es eine beachtliche Schar Neugieriger auf den alten Friedhof an der Brückstraße. Die beiden Künstler Peter Sieben und Elke Bürger hatten zu ihrem gemeinsamen Projekt „Alter Friedhof im KUNST Licht“ und zum Erkunden des romantischen Parks eingeladen.

Bei der Eröffnung unter freiem Himmel wurde den Besuchern schnell klar, dass die Ausstellung der Metall- und Betonarbeiten sowie der Porträtbilder ein sich wandelndes Ereignis ist. Denn beim ersten Rundgang über den ehemaligen Friedhof fielen vor allem die Metallskulpturen von Peter Sieben kaum auf, die er in die Nähe beeindruckender Grabstätten oder alter Skulpturen platziert hatte.

Je weiter der Abend fortschritt, desto mehr wandelte sich der erste Eindruck zu einem völlig neuen zweiten. Spätestens, nachdem die mit Bedacht platzierten Bodenscheinwerfer zum Einsatz kamen, verwandelte sich der Friedhof in eine Fantasiewelt, die es auch ein zweites oder drittes Mal zu erkunden lohnte.

Elke Bürger, die neben ihren Porträtstudien in Acryl auch Betonskulpturen beigesteuert hatte, betonte, dass man bei der Verteilung der Kunstwerke mit großem Respekt vorgegangen sei. „Mir geht es nicht darum Bilder zu verkaufen“, erklärte sie. Vielmehr habe der Friedhof als Ausstellungsort sie gereizt.

Die Künstlerin, die an der Ostpromenade ein offenes Atelier betreibt, hat ein Faible für ungewöhnliche Ausstellungsorte. Am 1. Mai hatte sie zur Ausstellung und Performance in einen ehemaligen Hangar der Briten im Gewerbepark Wildenrath eingeladen.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Astrid Wolters sprach von einem „besonderen Ambiente für besondere Künstler“ und hob den morbiden Charme des ehemaligen Friedhofs hervor. Dann empfahl sie den Zuhörern einen Besuch bei „Elvira“. Dabei handelt es sich um eine lebensgroße und in eine Stahlplatte gefräste abstrakte Darstellung.

Inspiriert wurde sie durch die Geschichte einer unglücklich verliebten dänischen Seiltänzerin, erklärte Sieben. Der echten Elvira sei eine unglückliche Liebe zum Verhängnis geworden. Mit seiner Arbeit habe er ihr ein Denkmal setzen wollen. Das Zusammentreffen von Skulpturen und Malerei in dem besonderen Umfeld des einstigen Friedhofes machten den Reiz von „Alter Friedhof im KUNST Licht“ aus.

Ihn habe vor allem das Nebeneinander der teils kunstvoll verzierten Grabsteine und der klaren Formen- und Farbensprache der ausgestellten Kunstwerke gereizt, betonte Sieben.

Die Ausstellung ist freitags von 19.30 bis 21.30 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 21.30 Uhr geöffnet. Letzter Ausstellungstag ist Sonntag, 25. September.

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