Kunstlabor: Live-Event erstmals auf Haus Hohenbusch

Von: Helmut Wichlatz
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Erstmals auf Hohenbusch: Die im Netzwerk Kunstlabor zusammengeschlossenen Künstler präsentierten sich und ihre Arbeiten im ehemaligen Kloster. Fotos (4): Helmut Wichlatz Foto: Helmut Wichlatz
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Die heimische Kunstszene zeigt sich von ihrer besten Seite: Im Atelier und auf dem Vorplatz gab es am Wochenende einiges zu sehen... Foto: Helmut Wichlatz
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... etwa diese Arbeit von Willi Arlt. Foto: Helmut Wichlatz
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Starker Regen, harter Rock: Die Band Mother‘s Cake ließ sich vom schlechten Wetter die Laune nicht vermiesen. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz-Hetzerath. Ein bisschen mehr Sonne hätte der Eröffnung des ersten Kunstlabor-Live-Events auf Hohenbusch sicher gut getan. Doch gelegentliche und teilweise auch starke Schauer hielten die Kunstfreunde nicht davon ab, nach einem Jahr Pause zum Atelier auf dem Gelände des ehemaligen Klosters zu kommen.

Im Atelier und auf dem Platz davor waren am Samstag und Sonntag die vielen Facetten der Kunst zu bewundern. Von den ehemaligen Organisatoren Silvia und Michael Kempe hatte das siebenköpfige Leitungsgremium des Kunstlabors die gemeinsame kreative Arbeit übernommen. Denn schon auf der Erkelenzer Burg, wo der Live-Event jahrelang beheimatet war, hatten stets alle teilnehmenden Künstler unter einem gemeinsamen Motto je ein Kunstwerk erstellt. Die Präsentation der gemeinsamen Arbeiten war gleichzeitig die Eröffnung des Events an sich. In diesem Jahr hatte man sich auf das Thema „Metamorphose“ geeinigt, das jeder Teilnehmer auf seine eigene Weise umgesetzt hatte. Die Ergebnisse waren an der Bühne vor dem Atelier zu sehen.

Dr. Richard Nouvertné betonte im Namen der Kunststiftung der Sparkasse, dass man Kunstlabor-Live „auch in 20 Jahren“ unterstütze. Unterbrochen wurde seine Ansprache von einem heftigen Regenguss, der die Teilnehmer der Eröffnung veranlasste, im Atelier Schutz zu suchen. Auch die Düsseldorfer Märchenerzählerin Birgit Fritz zog es vor, ihren Auftritt anstatt auf der Bühne im Trockenen zu absolvieren. Begleitet wurde sie an der Gitarre von Donat van Walderveen, der später als Bandmitglied von Mother‘s Cake durchaus härtere Töne anschlug. Fritz erzählte asiatische Märchen und sogenannte Weisheitstexte, wie den vom Büffel, dem ein Horn fehlt. Die gelernte Erzieherin ist seit 2007 als Märchenerzählerin tätig und war „aus Zufall“ auf das Kunstlabor und Hohenbusch gestoßen, wie sie berichtete.

In den Regenpausen schlenderten die Besucher zum Skulpturenpark neben der Bühne, wo sie von Oliver Wessel mit Improvisationen auf seinem E-Piano unterhalten wurden.

Das Wetter machte der Premiere des Kunstlabors auf Hohenbusch, was die Zuschauerzahl betrifft, einen Strich durch die Rechnung. Trotzdem zeigte sich Georg Blank, Mitglied des siebenköpfigen Kunstlabor-Gremiums, zufrieden. „Hohenbusch hat gegenüber der Burg in Erkelenz noch Entwicklungspotenzial“, betonte er. „Hier besteht die Möglichkeit zu wachsen.“ In diesem Jahr hatte man mit dem Atelier und dem Vorplatz begonnen. Schon im kommenden Jahr soll auch das Erdgeschoss des Laienbrüderhauses einbezogen werden, das den Kunstmachern in mehrerer Hinsicht entgegen kommen würde. „Es ist ausreichend groß für die Ausstellung der Arbeiten und ebenerdig“, erklärte Blank mit Blick auf Rollstuhlfahrer, die bislang auf der Burg draußen bleiben oder unter großer Mühe die Treppe hoch gebracht werden mussten. Barrierefreie Kunsträume seien im Stadtgebiet „eher selten“.

Im Atelier hatten die Kunstmacher durch die geschickte Platzierung von Stellwänden ausreichend Platz geschaffen, um die Exponate der Teilnehmer ausstellen zu können. Für die Musiker reichte der Platz nicht, die mussten auf die Bühne und in den Regen. Am Samstag übernahmen die Metalband Tantrum und die Kunstlabor-Urgesteine von Mother‘s Cake die Aufgabe der kunstvollen Beschallung. Den Auftritten der beiden Bands tat der Dauerregen keinen Abbruch, schließlich kann man auch unterm Baldachin rocken.

Der Sonntag begann schon mit einer gemeldeten Regenwahrscheinlichkeit von 80 Prozent, die nicht dazu beitrug, dass ein Besuch des Events auf Hohenbusch in der Freizeitplanung vieler Kunstfreunde eine Rolle spielte. Mit der Premiere zeigte sich Gremiums-Mitglied Willi Arlt dennoch zufrieden. „Wir werden beim nächsten Mal einiges anders machen“, erklärte er.„Aber das Wetter können wir natürlich nicht beeinflussen.“

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