Kunst-Therapie: Bilder malen und Sorgen vertreiben

Von: gp
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Gemeinsam mit der ehemaligen Patientin, Anna-Josefine Brudermanns, betrachtet Krankenhaus-Seelsorgerin Monika Fernandez (r.) das von ihr gemalte Bild mit dem Titel „Die ersten Blumen des Jahres“. Foto: Passage

Erkelenz. Wer krank ist und im Krankenhaus liegt, wird unsicher, gerät ins Grübeln, hängt trüben Gedanken nach. Diese Erfahrung hat Seelsorgerin Monika Fernandez oft gemacht. Deshalb startete sie zu Beginn des Jahres ein Projekt mit zwanzig Patientinnen und Patienten des Erkelenzer Hermann-Josef-Krankenhauses. Es trägt den Titel: „Was oder wer gibt mir die Kraft?“

Mit der Hilfe von Kollegen aus der Ergotherapie-Abteilung sind kraftvolle Bilder entstanden, die jetzt bis zum 30. September im Hermann-Josef-Krankenhaus gezeigt werden. Ziel war es „den Patienten ihre Ängste zu nehmen“, sagt Seelsorgerin Monika Fernandez. Das Malen sollte ihnen dabei helfen, die Vergangenheit zu bewältigen und Ideen zu entwickeln wie sie nach der Entlassung aus dem Krankenhaus mit Problemen fertig werden könnten.

An drei aufeinander folgenden Tagen trafen sich die Patienten je eineinhalb Stunden lang und griffen zum Pinsel. Gemalt wurde auf Leinwand mit Blei- und Farbstiften oder mit Acryl- und Wasserfarben. Es gab zwei Gruppen, eine in den Altersstufen 40 bis 50 sowie 80 bis 90 Jahre. Die Bilder wurden mit Informationen zu den Künstlern versehen und kleinen Erklärungen zum Gemalten.

Mit einem gemeinsamen Lied und einem anschließenden Umtrunk begann die Vernissage der Ausstellung. Zuvor bedankte sich die Initiatorin, Monika Fernandez, bei allen Beteiligten für ihr Mitwirken und der Gestaltung der Ausstellung. „Es war schon bald absehbar, dass unsere gemeinsame Aktion erfolgreich werden und den Patienten ihre Sorgen und Nöte nehmen würde. Daher wird es im Herbst eine zweite Auflage dieser Maltherapie geben“, so die Seelsorgerin.

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