„Kunst-Offensive“ ist ein Erlebnis für Entdecker

Von: Monika Baltes
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Da staunten nicht nur die kleinen Besucher: Echte Straußeneier gab es bei den Straußenvögeln von Robin Kurka. Foto: Monika Baltes
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Ein Hingucker: der Kubus von Fredrik Erichsen. Foto: Monika Baltes

Wegberg. „27 Kubikmeter Luft“ nennt er ihn lächelnd und ein wenig despektierlich. Fredrik Erichsen darf das, denn der Würfel ist sein Werk. Genauer gesagt, sein „Werkzeug“, mit dem er sich auf die Suche nach der perfekten Linie begibt. Zur 11. Wegberger „Kunst-Offensive“ stand der Kubus im Innenhof des alten Wegberger Klosters und lenkte den Blick auf das alte Gemäuer mit dem schmalen Treppenaufgang.

Und bildete zudem eine gedachte Linie zu den Brunnenbecken vor dem Rathaus. Als Nummer 54 reihte sich das Kloster Wegberg in die Kubus-Standorte ein. Auf dem Dach der Kölner Oper hat er schon gestanden, auf einer Rheininsel bei Wesseling, an der Abtei Brauweiler, mitten im Wald und auf grüner Wiese, hat sich bei Tauwetter, Schnee und im Nebel bewährt.

Mit standardisierten Fotos aus verschiedenen Blickwinkeln spürt sein Erschaffer der perfekten Linie nach und will die Quelle der Inspiration sichtbar machen. „Ein begehbares Bild“ wolle er schaffen, erklärt Fredrik Erichsen, denn mit „Veränderung des Standpunktes ändern sich die Facetten“.

Viele Facetten der Kunst in Wegberg zu präsentieren, darauf legt die veranstaltende Projektgruppe großen Wert. Regelmäßige alljährliche Teilnehmer der „Kunst-Offensive“ sind nur die zehn Künstler der Atelieretage Wegberg, die ihre Heimat in den ehemaligen Klosterzellen gefunden haben. Sie öffnen alljährlich ihre kleinen Ateliers und geben Einblick in ihre aktuellen Werke. 18 andere Künstler, die in einem Auswahlverfahren ermittelt wurden, hatten sich in diesem Jahr dazugesellt.

Jute, Keramik, Holz und Metall

Irene Heinen aus Heinsberg ist eine Wiederholungstäterin. „Immer wieder einmal – aber nicht jedes Jahr“ sei sie in Wegberg dabei, um ihre abstrakten Leinwandbilder zu präsentieren.

Hochwertige Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Druckgrafik, Bildhauerei und Fotografie machten Kloster und Klostergarten zu einem Erlebnis für Kunst-Entdecker. Figuren, Skulpturen und Objekte zeigten sich vielfältig in ihren Werkstoffen: Jute bei Jutta Rixgens, Keramik bei Gisela Stotzka und Hildegard Escher, Holz bei Peter Röttges, Eisen bei Willi Arlt und Bronze bei Leny Franken.

Die angekündigte Stahlplastik „Pusteblume“ von Robin Kurka aus Mechernich-Kommern suchten die Besucher dagegen vergeblich. „Sie ist unabkömmlich bei einer Ausstellung zum Lutherjahr in Schwarzenberg“, erklärte der Künstler, der zum ersten Mal in Wegberg ausstellte. Dafür tummelten sich seine Straußenvögel, die Emus, im idyllischen Klostergarten.

Und Besucher, die auf Pusteblumen bestanden, kamen bei den Fotografien von Dieter Wiesmann aus Brüggen auf ihre Kosten, der die zarten Gebilde perfekt eingefangen hatte.

Musikalisch wurde die „Kunst-Offensive“ eingerahmt von Folklore und Mundart des Barden Wolfgang Theuerzeit aus Erkelenz und mit Dixieland-Jazz des „boundless-dixieland-quartet“ unter der Leitung von Günther Dülpers.

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