Kultur GmbH Erkelenz: Neues Theaterstück begeistert Zuschauer

Von: hl
Letzte Aktualisierung:

Erkelenz. Mit der romantischen Komödie „Das Lächeln der Frauen“ nach dem Roman von Nicolas Barreau und der Bühnenfassung von Gunnar Dreßler setzte die Kultur GmbH Erkelenz in der Stadthalle die diesjährige Theatersaison fort.

Das Tournee-Theater Thespiskarren aus Hannover, das schon öfter in Erkelenz zu Gast war, brachte das Zweipersonenstück mit viel Schwung über die Bühne.

Es sind vor allem die Darsteller, die den Charme dieses Stücks ausmachen – Hubertus Grimm als André Chabanais und Dominique Siassia als Aurélie Bredin machten ihrer Zunft alle Ehre. Denn das Stück lebte von den beiden Personen, die vor allem mit ihrem direkten Kontakt zum Publikum dafür sorgten, dass die manchmal etwas verworrene Handlung in den Hintergrund trat.

Bei einem Spaziergang in Paris entdeckt Aurélie in einer Buchhandlung ein Buch, das sie, wegen so mancher Anklänge an ihr eigenes Leben, fasziniert und gleichzeitig aus einer schlimmen Lebenssituation befreit. Nun setzt sie alles daran, den Autor dieses Buchs, einen vermeintlichen Engländer, kennenzulernen. Der wiederum ist Lektor in einem Verlag und hat seinem Chef das eigene Buch als das eines Anderen untergeschoben. Mit allerlei Tricks versucht er, der intensiven Suche nach sich selbst beziehungsweise seinem Alter Ego zu entgehen.

Mit vielen Überraschungen und komischen Situationen ergibt sich ein Verwirrspiel, das nicht immer durchschaubar ist, aber am Ende, wie wohl nicht anders zu erwarten, glücklich ausgeht. „Ich liebe dich“, sind die letzten Worte der Komödie von Aurélie an den Lektor-Autor André. Die vielen Zufälle und auch Ungereimtheiten des Stückes tun dem durchweg gelungenen Anspruch dieser Komödie, nämlich gleichzeitig lustig und unterhaltsam zu sein, kaum Abbruch.

Eiffelturm und Sacré-Coeur im Hintergrund des Bühnenbilds sorgen mit dafür, dass etwas von französischem Charme bei der Handlung durchscheint. Diese wird auch durch Tanzszenen aufgelockert, bei denen einmal die beiden Darsteller wie entfesselt über die Bühne toben, zum anderen aber auch einen Tango aufs Parkett legen, mit dem sie an einem Tanzwettbewerb hätten teilnehmen können.

An einer Stelle taucht im Zusammenhang mit Büchern der Titel „Bonjour tristesse“ auf; als Hinweis wohl darauf, dass „Das Lächeln der Frauen“ das Gegenteil ist von dem mit Leere und Schmerz durchzogenen Roman von Françoise Sagan.

Der Titel des Stückes ist wohl etwas irreführend: Es geht nicht um das Lächeln der Frauen, das über die Zeiten hinweg so manches Männerherz zum Schmelzen gebracht hat, sondern eher darum, dass diese Komödie nicht zum prustenden Lachen anregt, sondern das Lächeln als kleine Schwester des Lachens mehr dem Hintergründigen verpflichtet ist.

Und das Lächeln taucht auch nur einmal ganz am Anfang auf, als nämlich André vom Lächeln Aurélies in deren Gaststätte verzaubert wird. Der Beifall am Ende wollte gar nicht aufhören. Ein Zeichen dafür, dass die Kultur GmbH wieder einmal den Geschmack des Publikums getroffen hatte.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert