Erkelenz - Küppers‘ großes Engagement für den Erhalt des ehemaligen Klosters gewürdigt

Küppers‘ großes Engagement für den Erhalt des ehemaligen Klosters gewürdigt

Von: Helmut Wichlatz
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Heinz Küppers (r.) wird für seine Verdienste um Haus Hohenbusch von Bürgermeister Peter Jansen (2. v.l.) ausgezeichnet. Das freut auch Helga Küppers (.) und Frank Körfer (2. v.r.). Foto: Wichlatz

Erkelenz. Heinz Küppers ist bei einer Feierstunde im Sitzungssaal des Rathauses für seine Verdienste um den Erhalt des ehemaligen Klosters Hohenbusch gewürdigt worden. Ohne den Ehrenvorsitzenden und Gründer des Fördervereins gäbe es Hohenbusch in seiner heutigen Form nicht, betonte Bürgermeister Peter Jansen.

Darüber hinaus kann man auch die Geschichte des Gipco mit Küppers und Hohenbusch verbinden. Denn er war es, der in den 80er Jahren auf den Kauf des ehemaligen Gutshofes und der Ländereien bestand. Die 270 Morgen Land wurden im Tausch verwendet, um das Erschließungsland für den Gewerbe- und Industriepark Commerden (Gipco) zu legen.

Während sich mancher anfangs die Frage stellte, was man mit dem heruntergekommenen Anwesen machen sollte, war sich Küpppers sicher, dass der Kauf eine der besten Entscheidungen in der Geschichte der Stadt gewesen sei. „Ich habe anfangs nur Dreck und Ruinen gesehen“, räumte Jansen ein. Heinz Küppers warb ausgiebig für Hohenbusch wollte es ins Bewusstsein der Menschen bringen. Dafür musste etwas auf Hohenbusch passieren. „Ein totes Gemäuer nutzt nichts“, lautete sein Credo. Hohenbusch müsse für die Menschen nutzbar sein.

Mit seiner legendären Dienstagsgruppe machte er sich an die Arbeit und schuf den Grundstein für das heutige Hohenbusch, das nicht nur den Erkelenzern als Stätte für Freizeit, Kunst, Geschichte und Kultur bekannt ist. Das Musikfestival Electrisize, der Bauernmarkt und das Reitturnier sind auf Hohenbusch ebenso zu Hause wie das Künstlerportal Kunstlabor oder Elke Bürger mit ihrer Sommerkunstschule.

„Er hat es immer verstanden, die Leute zu animieren, mitzumachen“, betonte Jansen voller Anerkennung. Manche Mitgliedschaft im Förderverein habe mit der harmlosen Frage „Kannst du mal eben helfen?“ begonnen. Der Geehrte selbst dankte der Stadt für die jahrelange gute Zusammenarbeit, auch wenn es ab und zu mal „Knatsch“ mit der Verwaltung gegeben habe.

Tropfende Wasserhähne und ein blaues Dixie-Klo seien Bilder, die sich ihm aufdrängen, wenn er an die Anfangszeit auf Hohenbusch denkt, erklärte er. Das „Betreten verboten“-Schild der Anfangszeit ist mittlerweile einem „Herzlich willkommen auf Hohenbusch“ gewichen. „Was will ich mehr?“, fragte er.

Sein Nachfolger als Vorsitzender des Fördervereins, Frank Körfer, betonte, dass es Küppers‘ Verdienst sei, dass „Hohenbusch heute allen Bürgern gehöre und frei zugänglich sei“. Zum Dank und als Anerkennung für sein Engagement erhielt Küppers eine Rarität: die einzige gedruckte und gebundene Ausgabe der Doktorarbeit von Harald Horst über den „Wissensraum Niederrhein – eine Rekonstruktion der Bibliothek des Kreuzherrenklosters Hohenbusch“.

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