Kreis Heinsberg - Künstler bereiten Vernissage der Ausstellung „Unlimited“ im BIZZ-Park vor

FuPa Freisteller Logo

Künstler bereiten Vernissage der Ausstellung „Unlimited“ im BIZZ-Park vor

Von: Johannes Bindels
Letzte Aktualisierung:
15282822.jpg
Bei der Vorbereitung der Ausstellung „Unlimited – Kunst in der Fabrik“ im BIZZ-Park in Heinsberg-Oberbruch ist noch viel zu tun. Foto: Johannes Bindels
15282810.jpg
Leo Horbach freut sich über die Ausstellung, ist aber auch froh, wenn alles steht – oder hängt.
15282633.jpg
Wirklich bedrohlich: Wilfried Kleiber und die angreifende Schlange als Edelstahlobjekt.

Kreis Heinsberg. Es herrscht geschäftiges Treiben in den Räumlichkeiten im BIZZ-Industriepark Oberbruch an der Boos-Fremery-Straße 62. Kein Wunder: Gleich elf Künstler aus drei Ländern bereiten die Vernissage der Ausstellung „Unlimited – Kunst in der Fabrik“ vor und arrangieren ihre Werke.

Die Besucher erwarten in zwei großzügigen, lichtdurchfluteten Räumen Druckgrafik, Glaskunst, Malerei, Edelstahlobjekte, Plastiken aus Kalkstein, Marmor und Eisen sowie Fotografien.

„Vor rund einem Jahr hatte Ruth Schulmeyer die Idee zur Ausstellung“, wirft Johannes Donner (Fresko-Malerei) aus Wegberg den Blick zurück. Seit diesem Zeitpunkt planen die beiden befreundeten Kunstschaffenden die Ausstellung. „Ausgangsidee war, die Vielfalt der Kunst in großer Bandbreite darzustellen und das Verbindende von Kunst grenzüberschreitend zu betonen“, fügt Ruth Schulmeyer (Malerei) an.

Als Initiatoren nutzten sie ihr Netzwerk und gewannen als Ausstellungspartner Beate Bündgen (Druckgrafik) aus Erkelenz, Ingrid Capozzi aus Maastricht/Niederlande, Luisa Donner (Fotografie) aus Mönchengladbach, Marlen Hansen aus Melick/Niederlande (Malerei), Leo Horbach (Skulpturen) aus Landgraaf/Niederlande, Wilfried Kleiber (Edelstahlobjekte) aus Erkelenz, Birgit Merle (Fotografie) aus Wegberg, Ingrid Pusch (Malerei) aus Erkelenz und Maarten Vaessen (Eisenkunst) aus Kessenich/Belgien.

Eine Ausstellung dieser Größenordnung macht Absprache, Diskurs und gemeinschaftliche Raumgestaltung notwendig, soll sich das Ganze dem Besucher als Einheit präsentieren. Die Stellwände, an denen die Bilder, die Drucke, die Fotografien und die Glaskunst hängen, gestalten die Räumlichkeit als Gesamtheit. Einerseits geben Durchblicke freie Sicht auf die unterschiedlichsten Exponate der verschiedenen Gestaltungstechniken, andererseits bieten sie Räume im Raum als Rückzugsorte, in denen die Drucke, die Bilder und Plastiken ihre eigene Ausstrahlung zur Geltung bringen können. Absprachen über Lichtquellen und Aufstellung einzelner Objekte sind Gewähr für die positive Atmosphäre der Ausstellung. Karl Valentins Aphorismus „Kunst ist schön, macht aber Arbeit“ realisiert sich an diesem Tag.

Seien es nun die Drucke und die Holz-Stelen von Beate Bündgen, die sowohl Totempfahl wie Druckstock zugleich sind und das Thema „Muse“ aufgreifen; oder die scheinbare farbmonochrome Gestaltung der Bilder von Ingrid Pusch, die erst ihre Vielfalt an Wirkungen entfalten, wenn Zeit und Ruhe zur Betrachtung aufgebracht werden; oder die strahlenden Farben der Glasbauobjekte von Ingrid Capozzi und die Form- und Oberflächengestaltung der Skulpturen von Leo Horbach, Wilfried Kleiber und Maarten Vaessen, immer kommt jenes zum Tragen, das Oscar Wilde so formulierte: „Alle Kunst ist zugleich Oberfläche und Symbol. Wer unter die Oberfläche dringt, tut es auf eigene Gefahr. Wer dem Symbol nachgeht, tut es auf eigene Gefahr. In Wahrheit spiegelt die Kunst den Betrachter und nicht das Leben.“

Die Laudatio hält der Aachener Stefan Skowron auf der Vernissage am Freitag, 8. September. Die Ausstellung der elf Künstler bietet den Besuchern neben der Vernissage jeweils an den drei folgenden Wochenenden Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit den gezeigten Werken, die in ihrer Vielfalt die Feststellung des Philosophen Theodor Adorno widerspiegeln: „Kunst ist Magie, befreit von der Lüge, Wahrheit zu sein.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert