Künstler auf Entdeckungstour in der Natur

Von: g.s.
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Zeigen in Haus Hohenbusch ihre Arbeiten: die Künstler der Ausstellung „Inspiration Natur“. Foto: g.s.

Erkelenz-Hetzerath. Die Darstellung der Natur ist in der Kunst ein immer wiederkehrendes Sujet. Bereits seit Menschengedenken ließen sich Künstler von der Natur inspirieren. Dies belegen unter anderem jahrtausendalte Höhlenmalereien. Viele Künstler haben sich im Laufe der Zeit mit gänzlich unterschiedlichen Techniken und Stilen auseinandergesetzt.

So auch insgesamt 13 Mitglieder des Fördervereins Haus Hohenbusch, die während einer Ausstellung alle Formen und Facetten der Natur in ihrer eigenen Art darstellen. Astrid Wolters, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Erkelenz, blieb es vorbehalten, im Herrenhaus des ehemaligen Klosters neben den Besuchern auch die 13 beteiligten Künstlerinnen und Künstler zu begrüßen und die Ausstellung zu eröffnen. In ihren Ausführungen zitierte Wolters die Kunsthistorikerin Eva Lehmann Weingärtner und merkte an, dass es spätestens mit dem Beginn der Renaissance zu einer Wende in der Geistesgeschichte kam, die mit dem Aufkommen des Individualismus, einer neuen Aneignung der Antike und einer Hinwendung zur naturwissenschaftlichen Erforschung der Natur verbunden wird.

Im ersten Drittel des 16. Jahrhunderts entstand ein neues Naturempfinden: Naturstudien ohne Menschen waren seither keine Seltenheit. Im weiteren Verlauf der Jahrhunderte wurde die Landschaft, die Natur, die bis dato nur Schauplatz mythologischer und historischer Szenen war, zum eigenen Bildthema erhoben. Im 19. Jahrhundert verlagerte sich das Motiv der Natur auf die Malweise. Man denke hier an die Impressionisten.

Bei den zur Schau gestellten Kunstwerken handelt es sich um Schöpfungen, inspiriert durch die Natur, womöglich an einem Standort geschaffen, im Einklang mit der Natur. Bei den Ausstellungsstücken handelt es sich um Darstellungen von Landschaften, Abstraktionen und Blumenbilder. Zu bewundern sind Standkörbe am Strand, ein Windrad mit Getreidehalmen im unteren Drittel des Gemäldes, wie auch die Unterwasserwelt mit Quallen, Seeigeln und Algen.

Die Ausstellung zeigt, wie jeder Künstler die Natur für sich selber entdeckt. Und dies ganz unterschiedlich in Öl, Acryl, Holzdruck, Schellack, Pastellkreide, Kohle und Glas und einer ihm eigenen Technik umgesetzt hat. Die Ausstellung verdeutlicht, dass die Natur eines der beliebtesten und facettenreichsten Motive ist. Was die Künstler in der freien Natur für sich selber entdeckten und auf ihre Weise darstellten, kann jeder Besucher selber erkunden. Letztmalig ist die Ausstellung geöffnet am Sonntag, von 11 bis 18 Uhr.

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