Heinsberg-Straeten - Krippe in St. Mariä: Von Jahr zu Jahr gewachsen

Krippe in St. Mariä: Von Jahr zu Jahr gewachsen

Von: Anna Petra Thomas
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Zum 25. Mal wird Gertrud Evers in diesem Jahr an Heiligabend das Christkind wieder in die Straetener Krippe legen. Foto: Anna Petra Thomas
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Mit einem Krippenstall, den Josef Drießen zimmerte, fing die Geschichte der großen Straetener Krippe im Jahre 1990 an.
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Gerd Evers freute sich in diesem Jahr darüber, das Lagerfeuer Marke Eigenbau zusammen mit seiner Enkelin in die Krippenlandschaft zu integrieren.

Heinsberg-Straeten. Wenn Gertrud Evers am morgigen Heiligabend in die Krippenlandschaft der Straetener Kirche St. Mariä Rosenkranz steigt und wie alle Jahre wieder das Jesuskind in die dort im Stall vorbereitete Krippe legt, dann ist das silberne Jubiläum perfekt.

Vor genau 25 Jahren hat sie zusammen mit fünf weiteren Ehrenamtlern mit dem Krippenbau in der Kirche begonnen. Drei davon sind immer noch aktiv. Mit ihr zusammen sind das Josef Drießen und Gerti Verbeeck. Seit nunmehr zehn Jahren gehört auch ihr Mann Gerd zum Team, dass mittlerweile rund ein Dutzend Ehrenamtler zählt, darunter ein Schreiner und ein Elektriker. Und wenn sie bei ihren Großeltern zu Besuch ist, hilft auch Enkelin Kira schon kräftig mit.

„Früher stand nur eine kleine Krippe hinten in der Ecke“, erinnert sich Gertrud Evers. „Da ging man eher achtlos vorbei.“ Mittlerweile misst die große Krippenlandschaft vorne rechts vor dem Altar gute 30 Quadratmeter mit einem großen Tannenwald im Hintergrund, durch den Umrisse von Häusern und die Lichter der Stadt Betlehem zu sehen sind. Diese „Lichterstadt“ ist eine der jüngsten Anschaffungen der Krippenbauer aus dem vergangenen Jahr. In diesem Jahr kamen noch einmal zwei Schafe und ein Lämmchen dazu.

Los ging alles 1990 mit einem Aufruf im Pfarrbrief und einem neuen großen Stall, den Josef Drießen zimmerte. Ein Jahr später wurden aus dem Erlös des Pfarrfestes die Figuren der Heiligen Familie und der Hirte Kunibert angeschafft. Deren Kleidung nähten Frauen in der Pfarrei selbst. „Wieder ein Jahr später wurden per Zufall alte Tonfiguren entdeckt, die der Größe nach zu den neu erworbenen Krippenfiguren passten“, erzählt Gertrud Evers. Sie wurden restauriert, neu angekleidet und bereichern heute ebenfalls die Krippe. „Jetzt hatten wir die Heiligen drei Könige, Mutter Anna, den Verkündigungsengel und zwei Hirtenkinder.“ Aus alten Priestergewändern seien übrigens die Kleider der Könige und des Engels gefertigt worden, weiß sie.

Mehr Figuren bedeuteten für die engagierten Krippenbauer auch eine größere Landschaft. Doch dadurch staute sich die Luft der Heizung unter der Krippe. Kurzerhand wurde diese warme Luft in den Altarraum umgeleitet. „Seitdem hat sich kein Priester zu Weihnachten mehr über kalte Füße beschwert“, lacht die Krippenbauerin. In den Folgejahren wurde der Unterbau verbessert, Getränkekästen wichen dank kleiner und großer Spenden stabilen Holzböcken. Ein Bachlauf samt Pumpe konnte ebenso angeschafft werden wie Ochs und Esel, ein Hund für den Hirten Kunibert und vier neue Schafe. Zwei weitere, restaurierte Hirten unterstützen Kunibert heute, derweil auch ein Zaun für die kleine Schafherde und ein Wegekreuz die Landschaft bereichern. 2009 kauften die Krippenbauer ein Kamel. Weitere, alte Tonfiguren wurden restauriert und „benäht“, als Kameltreiber und als Hirtin Ruth. Vor zwei Jahren schließlich entstand aus einem alten Kirchenfenster ein neues Wegekreuz.

„Opa muss nur da Sand hinkippen, dann machen wir Feuer“, erklärt Evers seiner Enkelin, die sich schon auf das Lagerfeuer in der Krippe freut. Das ist eine eigene Konstruktion der Krippenbauer, für die unter anderem eine große, rote Plastikschüssel herhalten musste. „Ich hoffe immer, dass es den Leuten wieder gefällt“, sagt Gertrud Evers mit einem Blick auf die fast fertige Landschaft, in die alle Straetener Krippenbauer zusammen auch in diesem Jahr wieder rund 150 Arbeitsstunden investiert habe. Jetzt genügt nur noch ein Knopfdruck, und es erklingt 15 Minuten lang weihnachtliche Musik für den Betrachter der Krippe.

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