Wassenberg - Kreuzkirche Wassenberg: Noahs Arche verbindet Gläubige

Kreuzkirche Wassenberg: Noahs Arche verbindet Gläubige

Von: kath
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Ein Stabpuppenspiel in deutscher und türkischer Sprache führten das Familienzentrum Apfelbaum und der katholische Kindergarten St. Lambertus im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der evangelischen Kreuzkirche Wassenberg auf. Foto: Katharina Hensel

Wassenberg. Ein Stabpuppenspiel ist im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der evangelischen Kreuzkirche in Wassenberg aufgeführt worden. „Ich habe in einer Sure im Koran auch die Noah-Geschichte, die es ebenfalls in der Bibel gibt, gefunden und bin auf diese Idee gekommen“, erklärte Evelyn Schrötgens vom Familienzentrum Apfelbaum.

Aus einer Geschichte in zwei verschiedenen Glaubensrichtungen ist ein Stabpuppenspiel in deutscher und türkischer Sprache entstanden.

Am dritten Advent 1964 wurde die Kreuzkirche feierlich eingeweiht. Heute, 50 Jahre später, wird dies schon das ganze Jahr über mit verschiedenen Veranstaltungen gefeiert. Daran nahmen auch die Kindergartenkinder des Familienzentrums Apfelbaum und die des katholischen Kindergartens St. Lambertus Birgelen teil.

Fünf Meter langes Schiff

Mehr als 40 Kinder der beiden Kindergärten bastelten Tiere, die von Noah auf dem fünf Meter langen Schiff mitten in der Kreuzkirche gerettet wurden. Die Geschichte von Noah und dem Regen wurde auf deutsch von Evelyn Schrötgens vorgelesen, immer abwechselnd zum türkischen Part, der von Süleyman Börek, dem Vorstandsvorsitzenden der türkisch-islamischen Gemeinde Wassenberg, gelesen wurde.

Aufgelockert von mit den Kindern einstudierten Liedern wurde das Stabpuppenspiel nicht nur zu einem interkulturellen Projekt mit Botschaft, sondern auch zu einer fröhlichen Vorstellung.

Drei Glaubensrichtungen wurden in der Kreuzkirche verbunden. Muslime, Katholiken und Protestanten kamen zusammen und drückten ihre Toleranz für die jeweils anderen Religionen beziehungsweise Konfessionen aus.

In der Kreuzkirche sprachen die evangelische Pfarrerin Sabine Frauenhoff, der katholische Pfarrer Thomas Wieners und der Religionsbeauftragte der türkisch-islamischen Gemeinde, Murat Köksal, zu den Anwesenden. Zudem sprachen sie unterschiedliche Gebete, zum Teil in mehreren Sprachen

Die gefundene Gemeinschaft der drei Glaubensrichtungen wurde anschließend im Campanushaus mit Kuchen, Salaten und türkischen Spezialitäten weitergefeiert.

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