Kreisgymnasium zeigt „Ästhetisches Chaos“

Von: Anna Petra Thomas
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Mit der Veränderung der eigenen Identität hatte sich Maren Radtke (links) unter dem Aspekt „Kleider machen Leute“ befasst. Luna Almathea Kaiser hatte ihr Gesicht als Leinwand für ihre Veränderung genutzt. Foto: Anna Petra Thomas
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Julia Sommer schuf unter dem Titel „Fairy Wheels anno 1950“ eine historische Jahrmarktlandschaft. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Mit ästhetischer Forschung hat sich im vergangenen Schuljahr der Projektkurs Kunst der Jahrgangsstufe 11 im Heinsberger Kreisgymnasium gemeinsam mit seiner Lehrerin Tanja Schauerte befasst. Die Aufgabenstellung war dabei eigentlich ganz frei.

Jeder Schüler sollte für sich eine Thematik wählen, die ihn ganz besonders berührt und sich dann mit seinen Ideen und Fragestellungen dazu auf eine eigene Forschungsreise begeben. Letztendlich sollte als Ergebnis dieses eigenen Prozesses, den jeder Schüler in einem sogenannten Art-Book dokumentieren sollte, ein Kunstwerk entstehen.

Das Ergebnis waren 14 Kunstwerke, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, was der Ausstellung in der Schule dann auch den Titel „Ästhetisches Chaos“ verlieh. Da gab es Malerei und Skulptur, aber auch Jahreszeiten, die der Besucher sehen, fühlen und riechen konnte, oder einen offenen Koffer voller Reiseandenken eines ganz fiktiven Weltenbummlers.

„Identitätswandel – Kleider machen Leute“ hatte Maren Radtke für sich erwählt und dabei auch ausprobiert, was eine andere Haarfarbe aus ihr machte. Unter dem Titel „Metamorphose: Make-up-Art“ hatte Luna Amalthea Kaiser ihr eigenes Gesicht in 17 verschiedene Masken verwandelt und Fotos davon ausgestellt. Dabei hatte sie sich von Filmen, Cartoons und anderen Kulturen inspirieren lassen.

Die Gestaltung ihres Gesichts mit Pinsel und Farbe hatte sie ergänzt mit Hilfsmitteln wie zum Beispiel farbigen Kontaktlinsen. „Ziel war nicht nur die ästhetische Betonung des vorhandenen Gesichts, sondern die Verfremdung und Verwandlung“, schrieb sie in der Erläuterung ihres Kunstwerks.

Gleich ein ganzes Zelt für ihr Werk brauchte Julia Sommer. Sie hatte sich eine komplette historische Jahrmarkt-Landschaft geschaffen mit einem Riesenrad, nicht zum Aufbauen, sondern als Wandbild. Wer sich ins dunkle Zelt begab, an dessen Rückwand das bewegliche Riesenrad auf dem Kirmesbild befestigt war, konnte sich förmlich in sie hineinbegeben, in die Atmosphäre eines historischen Jahrmarkts. Passend dazu bot die Schülerin vor dem Zelt sogar frisch zubereitetes Popcorn und andere Leckereien an.

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