Kreisgymnasium Heinsberg kooperiert mit Betreuungsverein

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Neues Angebot: Das Kreisgymnasium Heinsberg kooperiert ab dem kommenden Schuljahr mit dem Betreuuungsverein Heinsberg. Auch Spiel und Spaß sollen dabei nicht zu kurz kommen.

Heinsberg. Mit einem neuen Angebot ergänzt das Kreisgymnasium Heinsberg sein Ganztagskonzept und startet eine Kooperation mit dem Betreuungsverein Heinsberg. Ziel der Kooperation ist es, die nachmittägliche Betreuung am Kreisgymnasium weiter auszubauen und flexibler auf die Bedürfnisse von Eltern zu reagieren.

Ganztagsunterricht existiert in zwei verschiedenen Formen. Während der Großteil der Grundschulen mit dem „Offenen Ganztag“ arbeitet, ist an den weiterführenden Schulen in der Regel der „Gebundene Ganztag“ üblich. Dies bedeutet, dass alle Kinder der Schule am Ganztag teilnehmen und eine bestimmte Wochenstundenzeit in der Schule anwesend sind.

Am Kreisgymnasium Heinsberg ist die Verteilung dieser Stunden so gestaltet, dass die Schüler in der Mittelstufe zwei Nachmittage in der Woche ab 13 Uhr unterrichtsfrei haben. Während einige Eltern und Schüler diese freien Nachmittage beispielsweise für Arztbesuche oder außerschulische Aktivitäten gerne annehmen, sind nicht alle von der unregelmäßigen Betreuung begeistert. Die Erfahrung am Kreisgymnasium zeigt, dass viele Eltern großen Wert darauf legen, dass ihre Kinder jeden Nachmittag in der Woche an der Schule betreut werden.

Fließender Wechsel

Ute Diehl, die seit Februar vergangenen Jahres als Ganztagskoordinatorin des Kreisgymnasiums tätig ist, sagt hierzu: „Ich finde es sehr wichtig, Eltern und Kindern einen fließenden Wechsel auch in diesem Bereich anzubieten. Eltern, die eine tägliche Betreuung ihrer Kinder in der Grundschule vielleicht schon gewöhnt waren, sollten diese Möglichkeit auch an der weiterführenden Schule angeboten bekommen.“

Somit lag es im vergangenen Jahr an der Ganztagskoordinatorin, einen entsprechenden Partner ausfindig zu machen, damit auch an den beiden „Kurztagen“ eine zuverlässige und ansprechende Betreuung am Nachmittag gewährleistet werden kann. Unterstützung erhielt sie dabei von der Schulprogrammgruppe des Kreisgymnasiums, die aus Eltern, Schülern und Lehrern zusammengesetzt ist und sich um eine Vielzahl von Belangen des Kreisgymnasiums kümmert. Aus dieser Gruppe kam von Seiten der Elternschaft der Vorschlag, sich an den Betreuungsverein Heinsberg zu wenden.

Hoher Bedarf

Der Betreuungsverein Heinsberg unterstützt fast alle Grundschulen im Stadtgebiet Heinsberg sowie zwei Grundschulen der Gemeinde Gangelt im Bereich der Nachmittagsbetreuung. Der Bedarf scheint hoch zu sein, wie Thomas Heinrichs und Ruth Jansen vom Betreuungsverein bekräftigen. Etwa 800 Schüler stehen nach dem regulären Unterricht unter der Obhut des Vereins. „Daher ist unsere Zusammenarbeit mit dem Kreisgymnasium, also mit einer weiterführenden Schule, nur eine logische Konsequenz“, kommentiert Thomas Heinrichs, Vorsitzender des Betreuungsvereins, die neue Kooperation.

Viele Fragen mussten im Vorfeld geklärt werden, beispielsweise die Betreuungszeiten, die Gruppengrößen, der Elternbeitrag und die Frage, welches Beschäftigungsangebot den Kindern geboten werden könne.

Pädagogischer Hintergrund

Ab dem kommenden Schuljahr können somit Schüler der fünften und sechsten Jahrgangsstufe täglich bis 14.53 Uhr am Kreisgymnasium Heinsberg betreut werden. Dienstags sieht das Konzept für den Nachmittag eine Vor- und Nachbereitung des Unterrichts vor. Das bedeutet, dass die Kinder möglichst selbstständig an ihren Übungsaufgaben arbeiten sollen. Bei Fragen und Schwierigkeiten steht ihnen jedoch ein Ansprechpartner zur Verfügung, der sie zur Arbeit anregt. Freitags stehen zur Einstimmung auf das Wochenende „Spiel und Spaß“ im Vordergrund. Die Mitarbeiter des Betreuungsvereins, die sich in dieser Zeit um die Kinder kümmern, haben alle einen pädagogischen Hintergrund.

Passendes Angebot

„Der Betreuungsverein passt mit seinem Angebot und seiner Erfahrung gut zum Ganztagskonzept des Kreisgymnasiums“, sagt Ute Diehl über die Zusammenarbeit ab dem kommenden Schuljahr. Und Anja Heinrichs, Vorsitzende der Schulpflegschaft, ergänzt: „Von Seiten der Elternschaft halte ich diese Kooperation, die bei Bedarf eine tägliche Betreuung der Schüler in den Nachmittag hinein ermöglicht, für sehr sinnvoll. Sie kommt nicht nur den Bedürfnissen von sogenannten Doppelverdienern entgegen, sondern bietet auch für andere Eltern die Gewissheit, dass ihre Kinder am Nachmittag versorgt sind.“

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