Kreisgymnasiasten erobern den Abilymp

Von: defi
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Autostopp vor dem Kreisgymnasium Heinsberg für einen guten Zweck – die Abiturklassen des KGH sammelten im Rahmen ihres Abistreichs 2014 für die Kinderkrebshilfe Ophoven. Foto: defi

Heinsberg. Wie einst die Raubritter ihren Wegzoll erhoben und diejenigen, die nicht löhnen wollten über die Klinge springen ließen, gebärdeten sich die Schülerinnen und Schüler der Abiturklassen des Kreisgymnasiums Heinsberg an ihrem letzten Schultag.

Allerdings mit einem wesentlichen Unterschied zu den guten alten Zeiten des Raubrittertums, denn die 110 Abiturienten raubritterten für einen guten Zweck. Außerdem waren sie weitaus netter zu den Autofahrern, die sie vor dem Kreisgymnasium an der Linderner Straße stoppten und um eine Spende für die Kinderkrebshilfe Ophoven baten, als die historischen Vorgänger. Wer nicht zahlte, bekam eine Gelatinedusche, die „Götterspeise“, die aber vor allem den Schülern der unteren Jahrgangsstufe zuteil wurde.

Die „Kleinen“ freuten sich riesig mit Schaum auf dem Kopf durch den Parcours aus Autoreifen und Absperrgittern in die Schule zu schleichen, nachdem sie in langer Schlange vor dem Eingang auf Einlass gewartet hatten. Aus vielen kleinen Fotos der Abiturientia hatten die Schüler in aufopferungsvoller Kleinarbeit ein riesiges Bild des Gottes Zeus zusammengeklebt und als Transparent über dem Schultor aufgehängt. „Auch Götter müssen mal gehen“, stand dort in großen blauen Lettern zu lesen – klar, dass die erfolgreichen Abiturienten die Götter waren.

Noch etwas übermüdet von der Nachtarbeit ging dann am Morgen in der Aula die Göttershow über die Bühne. Der Abifilm, zu dem alle Leistungskurse ihren Teil beigetragen hatten, wurde gezeigt. Er nahm den Schulalltag kritisch unter die Lupe: Vom Muttizettel, ohne den kein Schüler in einer Freistunde in die Stadt durfte, bis zum Mangel an Toilettenpapier wurde das, was nun Vergangenheit ist, noch einmal in Erinnerung gerufen.

Auch die Lehrer werden noch eine ganze Weile an ihre Abiturienten des Jahres 2014 denken. Frisch gemähten Rollrasen hatten die Schüler in der Nacht vor dem Lehrerzimmer ausgerollt. Schulräume hatten sie „verwüstet“ und mit hawaianischem Flair ausgestattet. Und selbst den Seifenspendern hatten die nimmermüden Abiturienten ihre Aufmerksamkeit gewidmet, indem sie diese mit „Götterspeise“ statt Seife befüllt hatten.

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