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Kreis Heinsberg: 319 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Die Zahl der ­statistisch erfassten Arbeitslosen ist im Kreis Heinsberg im vergangenen Jahr um 3,6 Prozent gestiegen. Dies gilt auch für die Zahl der ­Arbeitsuchenden insgesamt. Die Agentur für Arbeit hat an diesem Dienstag die Dezember-Zahlen vorgelegt.

Demnach waren im Dezember 9208 Menschen im Kreis Heinsberg arbeitslos gemeldet; 95 mehr als im Monat zuvor und 319 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der ­Arbeitsuchenden wurde von der Agentur mit 15 204 angegeben. Dies sind 268 mehr als im Vormonat und 522 mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote – bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen – lag im Dezember bei 7,2 Prozent; nach 7,1 Prozent im November und 7,0 Prozent Ende 2012.

Unter den 9208 Arbeitslosen im Kreis Heinsberg sind 4949 Männer und 4259 Frauen, 1124 Personen unter 25 Jahre, 2878 Menschen im Alter von 50 Jahren und älter, 3364 Langzeitarbeitslose, 542 Schwerbehinderte und 1249 Ausländer. Beim Vergleich mit den Zahlen, die vor einem Jahr ermittelt wurden, fällt auf, dass es die höchsten Zuwächse in der Gruppe der Schwerbehinderten mit einem Plus von 11,5 Prozent gegeben hat. In der Gruppe der über 50-Jährigen gab es ein Plus von 7,1 Prozent, bei den unter 25-Jährigen ein Plus von 6,1 Prozent und bei den Ausländern ein Plus von 5,8 Prozent.

Unterbeschäftigung

Die Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den ­registrierten Arbeitslosen auch die Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind. Diese Personen werden laut Agentur für Arbeit bei der Ermittlung der Unterbeschäftigung mitgezählt, weil sie für Menschen stehen würden, denen ein reguläres Beschäftigungsverhältnis fehle. Es werde unterstellt, dass ohne den Einsatz dieser Maßnahmen beziehungsweise ohne die Zuweisung zu einem Sonderstatus die Arbeitslosigkeit entsprechend höher ausfallen würde. Mit dem Konzept der Unterbeschäftigung sollen Defizite an regulärer Beschäftigung umfassender erfasst und realwirtschaftliche bedingte Einflüsse auf den Arbeitsmarkt besser erkannt werden, da der Einsatz entlastender Arbeitsmarktpolitik zwar die Arbeitslosigkeit, nicht jedoch die Unterbeschäftigung reduziere.

So sind für den Kreis Heinsberg unter anderem 291 Personen in der Aktivierung und beruflichen Eingliederung erfasst, 550 fallen unter Sonderregelungen für Ältere, 557 stehen in beruflicher Weiterbildung, 118 haben Arbeitsgelegenheiten, 206 Fälle von kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit liegen vor. Auch gibt es 59 Gründungszuschüsse und 91 Fälle von Altersteilzeit.

In der Gesamtaddition aller Komponenten der Unterbeschäftigung samt Arbeitslosenzahl weist die Agentur für Arbeit eine Zahl von 11 247 Betroffenen im Kreis Heinsberg aus. Dies entspricht ­einer Unterbeschäftigungsquote von 8,6 Prozent, die mit den Werten von Vormonat und Vorjahresmonat identisch ist.

Zuwachs an offenen Stellen

Der Bestand an gemeldeten offenen Arbeitsstellen belief sich im Kreis im Dezember nach Angaben der Agentur für Arbeit auf 1154. Dies waren 31 mehr als im November, aber sogar 167 (oder 16,7 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

Beim Blick auf die Branchen weist der Bereich Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit mit 3054 den größten Anteil an der Zahl der 9208 Arbeitslosen (33,2 Prozent) auf; in diesem Segment gibt es 130 der 1154 offenen Stellen (11,3 Prozent). Hingegen gibt es im Bereich Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung mit 368 die meisten der 1154 offenen Stellen (31,9 Prozent); in diesem Segment sind 1518 der 9208 Arbeitslosen (16,5 Prozent) registriert.

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