Wegberg - Kraftvoll gegen das Vergessen stemmen

Kraftvoll gegen das Vergessen stemmen

Von: Monika Baltes
Letzte Aktualisierung:
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Lobende Worte beim Festakt: Der Historische Verein Wegberg wird 25 Jahre alt. Foto: Monika Baltes

Wegberg. „Heute ist die Familie da.“ Zufrieden ließ Karl Küppers, der Vorsitzende des Historischen Vereins Wegberg, seinen Blick über die Gästeschar in der Wegberger Mühle gleiten. Mit einem offiziellen Festakt feierte der Verein sein 25-jähriges Bestehen, blickte zurück auf Anfänge, kramte in Erinnerungen, ließ Erfolge Revue passieren und gedachte der Menschen, die einst einen festen Platz in der Familie hatten.

Am Montag, 27. August 1990, wurde im Ratssaal des Wegberger Rathauses mit der Gründungsversammlung der Grundstein des Historischen Vereins gelegt. Im Juli 1994 bezog er seinen ersten Vereinsraum in der ehemaligen Sonderschule an der Beecker Straße. Seit 2009 ist die Wegberger Mühle repräsentative Heimatadresse. Der aktuelle Vorstand, der von Karl Küppers als Vorsitzendem angeführt wird, besteht aus Klaus Bürger, Anita Ullmann, Thomas Düren, Günter Kaisers und Helga Banerjee.

Stolzer Bürgermeister

Emsiges Arbeiten in den Arbeitsgruppen (Bibliothek, Familienforschung, Mundart, Archäologie, Fotoarchiv und Ortsgeschichte) bescherte den Wegbergern im vergangenen Vierteljahrhundert so manche wertvolle Perle aus der Vergangenheit. Ausstellungen und Radtouren, Stadtführungen und Radiosendungen, Events und Gedenksteinenthüllungen, Schriftenreihen und eine Bibliothek mit 9000 Büchern – mit aller Macht stemmt sich der Historische Verein gegen das Vergessen.

„Stolz auf den Verein“, zeigte sich Bürgermeister Michael Stock, der zudem eine „richtig gute Öffentlichkeitsarbeit“ attestierte und herzlich für geleistete Arbeit dankte. Auch Pfarrer Huu Duc Tran fand bewegende Worte. Die aktuelle Diskussion um Flüchtlinge und Heimat stellte er in den Mittelpunkt seiner Rede und beschrieb die Bedeutung des Vereins treffend mit „zu bergen, was verborgen ist, damit wir Geborgenheit finden“.

Selbstverständlich hatten sich Mitglieder der befreundeten Heimatvereine eingefunden, aus Beeck und Wassenberg, aus Erkelenz und Niederkrüchten. Georg Wimmers, Vertreter des Beecker Heimatvereins, mahnte in einem launigen, gereimten Glückwunsch, dass Historie schnell vergessen sei, wenn man nicht immer wieder darüber rede. Ein Leinentuch (zum Wegwischen der Probleme) und eine Schürze (zum Schutz vor der aufgerührten Historiensuppe) sollen die Freunde aus Wegberg auf dem künftigen Weg begleiten.

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