Konzert in der Pfarrkirche: Zahlreiche Facetten der Passionsmusik

Von: hewi
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Begeisterten das Publikum: Organistin Ute Gremmel-Geuchen sowie Emanuel Wehse am Violoncello. Foto: hewi

Erkelenz. Unter dem Titel „In Croce“ hatte die Pfarrei Christkönig zu einem Konzert mit Passionsmusik in die Pfarrkirche St. Lambertus eingeladen. Auf dem Programm standen an diesem Abend unter anderem Werke von Bach, Bruch, Gubaidulina und anderen Komponisten von klassischer Kirchenmusik.

Vorgetragen wurden die Stücke von Ute Gremmel-Geuchen (Orgel) und Emanuel Wehse (Violoncello), die beide aus Kempen stammen und auch auf internationalen Bühnen zu Hause sind. Wehse ist unter anderem Dozent an der Kasseler Musikakademie, Gremmel-Geuchen ist auch künstlerische Leiterin der Kempener Orgelkonzerte.

Abgestimmt auf die musikalischen Themen trug Manfred Brühl die Meditationstexte „Exit(us)“ von Marcell Feldberg vor. Brühl ist Kirchenmusiker und darüber hinaus auch ausgebildeter Gesangspädagoge. Als Kirchenmusiker ist er für die Gerderather, Gerderhahner, Golkrather und Schwanenberger Filialgemeinden zuständig.

Marcell Feldberg ist studierter Kirchenmusiker, Philosoph und Germanist und hat mittlerweile schon mehrere Lyrikbände veröffentlicht. Sein „Exit(us)“ entstand nach der Komposition „In Croce“ von Sofia Gubaidulina, die dem Konzert auch seinen Namen gab. Im Wechsel präsentierten die Künstler die musikalischen Werke und auch die jeweiligen passenden Texte, die sich nicht nur mit dem Leiden Christi auseinandersetzten, sondern auch den Zuhörer mit einbezogen.

Das Programm war musikalisch besonders anspruchsvoll und präsentierte einen breitgefächerten Bogen der Passionsmusik. Nach Gustav Merkels „Andacht“ folgten melodisch-kontrapunktische Studien von Ignaz Moscheles zu Bachs „Wohltemperiertem Klavier op. 137“. Moscheles‘ Name mochte den wenigsten der Zuhörer geläufig sein, ebenso Bernhard Brämig oder die zeitgenössische Komponistin Gubaidulina. Doch verstanden es die beiden Musiker, dem Publikum das Werk der jeweiligen Komponisten näherzubringen.

Dazu trugen sicherlich auch die Chororgel und die besondere Akustik in St. Lambertus bei. Zwischen den musikalischen und textlichen Beiträgen verzichteten die Zuhörer an diesem Abend allerdings auf jeglichen Applaus und dankten den Akteuren auch nach dem letzten Tönen von Max Bruchs „Kol Nidrei“ schweigend für das beeindruckende Konzert. Darum hatte sie Kantor Sebastian Emanuel Knauer bereits zu Beginn des Konzertes gebeten. Schließlich entstand auf diese Weise eine ganz besondere Atmosphäre.

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