Konzert bringt Hollywood nach Süsterseel

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Völlig überrascht war Theo Renet (auf dem Bild mit seiner Frau). Ihm wurde die Ehrenmitgliedschaft für sein musikalisches Lebenswerk übertragen. Dirigent Maurice Dubislav (2.v. r.) wurde für 25 Jahre Dirigententätigkeit ausgezeichnet. Foto: agsb

Selfkant-Süsterseel. „Hollywood in Süsterseel“ wäre ein treffendes Motto für das Konzert des Instrumentalvereins Süsterseel gewesen. Denn die zahlreichen Gäste – unter ihnen Bürgermeister Herbert Corsten, Pfarrer Roland Bohnen sowie weitere Ehrengäste aus Wirtschaft und Politik – erlebten Stunden voller Musik, die den Glanz der Filmwelt in den Selfkant brachte.

Zuerst ging es aber auf eine kurze Weltreise – immerhin liegt Hollywood nicht um die Ecke. Der Instrumentalverein begann mit dem Stück „Casaulta“, es folgte die Alvamar-Overtüre von James Bames, „Rainbow Warrior“ und „The new village“ (beide Stücke von Kees Vlak). Dann führte die Reise die Zuhörer nach Hollywood. Hier stand die Musik zahlreicher Filmklassiker im Mittelpunkt. Die Musiker starteten mit der Musik von einem der größten Komponisten der Filmgeschichte. Ennio Morricone erhielt 2007 den Oskar für sein Lebenswerk. Aus seiner Feder stammt die Musik zu „Spiel mir das Lied vom Tod“, „Für ein paar Dollar mehr“ und „Zwei glorreiche Hallunken“. Seine Melodien sind immer noch Ohrwürmer. Mit einem „Moment for Morricone“ holte der Instrumentalverein die Westernhelden zum Selfkant.

Auch aus den Walt-Disney-Studios in Hollywood kommen zahlreiche Klassiker. Einer der größten Erfolge war sicherlich der Zeichentrickfilm Tarzan. Die Musik zum Film bringen Kenner mit dem Weltklasse-Musiker Phil Collins in Verbindung. Besonders ergreifend ist das Liebeslied „You´ll be in my Heart“.

Das findet auch der Instrumentalverein und brachte deshalb dieses Stück in Süsterseel zu Gehör. Der Instrumentalverein war am Konzertabend bestens vorbereitet und bewies eindrucksvoll seine musikalische Stärke. Auch nachdem die Filmmusik von Tarzan verklungen war, blieben die Süsterseeler Musiker in der Traumschmiede von Disney. Nach Tarzan war jetzt das „Dschungelbuch“ dran. Das bekannteste Lied „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ von Terry Gilkyson wurde im Film zum Ohrwurm. „Ich will so sein wie du“, „Braver“ und „Dschungel-Rhythmus“ spielte das Orchester in einem Arrangement von Roland Kernen.

Die erfolgreichen James-Bond-Filme hätten ohne die Filmmusik nicht so einen großen Erfolg. Und so ließen es sich die Musiker nicht nehmen, mit „The Musik of James Bond“ dem berühmten Geheimagenten zu huldigen.

Die musikalische Reise endete im australischen Brisbane. „Ross Roy“ ist eine gewaltige Komposition des Niederländers Jacob de Haan – in dieses Stück hatte sich das Orchester bei den Proben regelrecht verliebt und diese Leidenschaft wurde im Spiel deutlich.

Dirigent Maurice Dubislav ist es auch bei diesem Konzert wieder gelungen, seinen Musikern das beste zu entlocken. Und so hatten die Musiker eine Überraschung für ihn vorbereitet. Passend zum Film-Thema überreichten sie ihm einen „goldene“ Auszeichnung, einen echten Goldjungen . Der war zwar nicht echt, funkelte in den Augen des Niederländers aber mindestens genau so schön wie die Trophäe aus echtem Gold. Und neben dem Goldjungen erhielt der Dirigent für seine 25-jährige Dirigententätigkeit eine Auszeichnung. Stefan van Koert, Kreisjugendleiter im Volksmusikerbund Kreisverband Heinsberg, würdigte das musikalische Lebenswerk von Maurice Dubislav. Zudem überreichte er ihm Urkunde und Anstecknadel. Auch der Musiker Theo Renet erhielt als Auszeichnung einen Goldjungen. Seit der Vereinsgründung im Jahre 1968 ist er als aktiver Musikant dabei. Er wurde zum Ehrenmitglied ernannt. „Lieber Theo, der Instrumentalverein liegt dir in den Genen“, sagte der Vorsitzende Marcell Schürgers. Nach so viel Hollywood-Glanz in Süsterseel ist für die Zuhörer nun klar: Man muss nicht in die Ferne schweifen. Oft liegt das Gute ganz nah.

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