Koningsbosch will Ersatzkreisstraße nicht, Saeffelen hofft auf B56n

Von: agsb
Letzte Aktualisierung:
11613058.jpg
Hier auf der B 56n wird bald der Verkehr rollen. Die neue Straße soll auch Saeffelen entlasten. Foto: Stefan Klassen

Selfkant-Höngen. Die gut besuchte Mitgliederversammlung des SPD-Ortsverbands stand unter dem Zeichen von Neuwahlen des gesamten Vorstands. Vorsitzender Josef Werny begrüßte in der Gaststätte Dreissen in Höngen neben zahlreich erschienenen Mitgliedern auch Sebastian Minkenberg, den Mitgliederbeauftragten der SPD im Kreis Heinsberg.

Im Jahresbericht des Vorstands stand die Bürgermeisterwahl im Selfkant im Fokus. Hier betonte der Vorsitzende erneut, dass die Entscheidung eines gemeinsamen Kandidaten richtig gewesen sei und diese die gesamte Kommunalpolitik im Selfkant positiv beeinflusst habe. Auch künftig würde eine enge Zusammenarbeit mit den im Rat vertretenen Oppositionsparteien im Mittelpunkt seiner Bemühungen stehen.

Willi Peters als Vorsitzender der Fraktion der SPD im Gemeinderat unterstrich diese Sichtweise. Er führte aus, dass ohne eine gemeinsame Arbeit der Fraktionsparteien Veränderungen innerhalb des Gemeinderates nicht durchzusetzen seien. Als ein Bespiel nannte er hierbei die Frage der Entwicklung neuer Baugebiete. Die bisherige Politik der CDU lehne die SPD solange ab, bis durch ein Gutachten der wirkliche Bedarf an Bauflächen in der Gemeinde geklärt sei.

Gert Krekels, Kreistagsabgeordneter der SPD, berichtete über die Bemühungen, die Ortschaft Saeffelen durch eine Ortsumgehung vom Schwerlastverkehr zu entlasten.

Wobei in Sachen Ortsumgehung die SPD vor kurzem zur Bürgerversammlung geladen hatte. Dabei war auch von Seiten des Kreisdezernenten Josef Nießen aufgezeigt worden, dass die bereits laufenden jahrelangen Planungen für eine Ortsumgehung Saeffelens durch den Dorpsrat von Koningsbosch im Grunde gekippt wurde. Am 16. April 2013 wurde der Kreis Heinsberg von der Gemeente Echt/Susteren darüber informiert, dass es bezüglich einer Zusammenarbeit zur Realisierung des vom Kreis Heinsberg geplanten grenzüberschreitenden Straßenneubauvorhabens EK 4 (Ersatzkreisstraße) Bedingungen gebe: 1. Keine soziale und/oder räumliche Abtrennung von Spaanshuisken (das heißt eine Straße in Tieflage und in zumutbarer Entfernung von Wohngebäuden); 2. Eine angemessene und legitime Lösung für die vorhersehbaren Verstöße (Einschränkungen) in Bezug auf die (niederländische) Flora- und Fauna-Gesetzgebung; 3. Keine Kosten für die Gemeente Echt-Susteren in Bezug auf Verfahren, Planung und Realisierung, ausgenommen administrative Unterstützung; 4. Kein signifikanter Anstieg des (Fracht-)Verkehrs im Zentrum der Ortslage Koningsbosch.

„Die Gemeinde Echt/Suesteren hat sich durch die Entscheidung des Dorpsrats aus der Verantwortung gezogen, aufgrund der vielen Forderungen war die Sache gekippt“, so Nießen. „Man kann es auch so sagen: Koningsbosch möchte die EK 4 nicht“, so Gerd Krekels, der ebenfalls fast keine Möglichkeit sah, den Schwerlastverkehr aus dem Ort zu entfernen.

„Man muss hier mit offenen Karten spielen. Wir hoffen auf die Fertigstellung der B 56n und dann eine Neuwertung dieser Landesstraße 228“, sagte Krekels weiter.

Die Mitgliederversammlung endete mit der konkreten Planung für das Jahr 2016. Hier dürfte ein Höhepunkt die Eifelfahrt im Oktober sein.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert