Kompromiss zur Vereinsförderung rückt wieder näher

Von: hewi
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Wegberg. Die Vereinsförderung beschäftigt die Politik in Wegberg. Nachdem die Vereinsförderung in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur, Soziales und Sport in der vergangenen Woche sehr kontrovers diskutiert wurde und keine abschließende Entscheidung getroffen worden war, ist es aus Sicht der CDU-Fraktion erforderlich, eine abschließende Klärung herbeizuführen.

Dies insbesondere, um den Vereinen die notwendige Planungssicherheit zu geben, betonen die Christdemokraten in einer offiziellen Stellungnahme. „Nach einer Vielzahl von Gesprächen mit Vereinen, Dachorganisationen der Vereine sowie der Verwaltung ist die CDU-Fraktion zu der Entscheidung gekommen, dass der in der am 15. Januar 2014 stattgefundenen Sitzung der versammelten Vereinsvertreter gefundene Kompromiss nicht verworfen werden soll. Dieser Kompromiss soll daher auch seitens der Politik so respektiert und umgesetzt werden“, heißt es in der CDU-Erklärung.

Dem Beschlussvorschlag folgen

Entscheidend für diesen Fraktionsbeschluss sei insbesondere, dass es nie das Bestreben gewesen sei, durch den Erlass der Vereinsförderrichtlinien „einzelne Vereine in existenzielle Nöte zu bringen“. Vielmehr sei der Sinn, durch diese Förderrichtlinie „die Transparenz der Förderung zu erhöhen und die Wertschätzung der Vereinsarbeit in allen Vereinen zu würdigen“. Vor diesem Hintergrund werde die CDU-Fraktion in der Ratssitzung am 18. Februar dem Beschlussvorschlag der Verwaltung folgen, um die Förderrichtlinien entsprechend anzupassen.

Durch diese Anpassung würden die Zugangsvoraussetzungen für die Förderfähigkeit deutlich heruntergesetzt, so dass es jedem Verein grundsätzlich ermöglicht werde, eine entsprechende Förderung zu erfahren. „Uns ist bewusst, dass hierdurch die finanzielle Förderung der Jugendlichen zunächst gesenkt wird“, erklärt Fraktionschef Georg Gellissen. Sobald sich finanzielle Spielräume beim städtischen Haushalt ergeben, werde sich die CDU für eine Erhöhung der Jugendförderung einsetzen.

Die Diskussion um die Vereinsförderung habe in der Fraktion verdeutlicht, „dass das Thema Hallenbenutzungsgebühren und die hierzu erlassene und bereits in Kraft getretene Gebührenordnung mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert“, heißt es in der Stellungnahme. „Es war nie das Ziel der CDU-Fraktion über diese Gebührenordnung, zusätzliche Einnahmen für die Stadt zu generieren.“ Das Ziel der Erhebung von Hallengebühren sei ausschließlich ein Mittel, die Vereine aufzufordern, „die zwangsläufig nicht unendlichen Hallenkapazitäten bestmöglich auszunutzen, so dass möglichst alle Vereinsmitglieder in Wegberg die Möglichkeit zum Hallensport haben“.

Gebührenordnung streichen

Aufgrund dessen werde die CDU-Fraktion in der Sitzung des Rates am 18. Februar den Antrag stellen, diese Gebührenordnung außer Kraft zu setzen und ersatzlos zu streichen. Die Organisation einer „bestmöglichen Bewirtschaftung“ der städtischen Einrichtung solle „vertrauensvoll“ in die Hände der Verwaltung gelegt werden, die unter Beteiligung der betroffenen Vereine die Nutzung eigenverantwortlich regeln soll.

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