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Kommentiert: Windräder im Birgeler Wald

Ein Kommentar von Daniel Gerhards

Dass die Stadt Wassenberg mit Unterstützung der Politik Windräder im Birgeler Wald zulassen will, ist eine schlechte Entscheidung. Nach einem höchstrichterlichen Urteil sind die Kommunen zwar gezwungen, der Windkraft substanziell Raum zu geben. Aber doch bitte nicht so.

Der Birgeler Wald bietet einen hohen Erholungswert: Er gehört zum Naturpark Schwalm-Nette, und dort verläuft ein Premium-Wanderweg. Das sind zwei Aushängeschilder für den in Wassenberg ach so geförderten Tourismus. Die vorgelegte Potenzialanalyse kommt zu dem Schluss, dass sich keine „konkreten Beeinträchtigungen“ für den Freizeit- und Erholungswert ergäben. Dieser Befund ist schon beim Gedanken an das für den Bau nötige schwere Gerät abwegig.

Zudem erscheint es kaum möglich, dass Bau und Betrieb der Anlagen ohne negative Folgen für Flora und Fauna in dem Waldstück bleiben werden. Immerhin ist es vollständig als Landschaftsschutzgebiet klassifiziert.

Dass die Studie zu dem Ergebnis kommt, dass andere Flächen in Wassenberg nicht in Frage kommen, liegt an den Voraussetzungen, die darin zugrunde liegen. Es wird ein ganze Reihe „weiche Tabukriterien“ formuliert, die nicht per Gesetz vorgegeben sondern frei abänderbar sind. Das ist die Stellschraube, an der die Politik drehen kann, um Windräder im Wald zu verhindern.

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