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Kommentiert: Weder Hirngespinst noch pure Romantik

Ein Kommentar von Rainer Herwartz

Erst wenige Wochen ist es her, dass die Heinsberger Sozialdemokraten für ihre vermeintlich zu fantastische Idee, auf dem Gelände der Sonnenscheinschule ein Wohn- und Geschäftshaus errichten zu wollen, gescholten wurden.

Es sollte kein zusätzlicher Parkplatzstau erzeugt werden, und angesichts diverser Leerstände von Geschäftslokalen in der City brauche es wohl kaum noch weitere, die dann nicht zu vermieten seien. Nicht nur die CDU machte deutlich, dass mit ihr ein solches Vorhaben nicht in Angriff genommen werde. Auch aus den Reihen des Einzelhandels wurden ablehnende Stimmen laut.

Doch jetzt, nur einen Steinwurf entfernt, schickt sich der renommierte Investor Paul Josef Schmitz nebst Schwiegersohn an, ein ähnliches Projekt aus dem Boden zu stampfen – mit dem Segen der Stadt und einem Teil ihres Rathausplatzes.

Gar so absurd scheint das Hirngespinst der SPD-Vertreter dann wohl doch nicht gewesen zu sein. Denn dass ein erfolgsverwöhnter Macher wie Paul Josef Schmitz sein Geld in einen absehbaren Rohrkrepierer steckt, nur weil er in der Straße zufällig seine Kindheit verbracht hat, wäre doch allzu romantisch gedacht.

Nein, was hier geschieht, dokumentiert die Zuversicht eines Geschäftsmannes, dass das Einzelhandelsstiefkind Apfelstraße durchaus zum Vorzeige-Pennäler werden kann. Der erste Schritt ist auf den Weg gebracht, nun sollten weitere Folgen.

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